Am späten Samstagabend bot sich für manche Menschen, die in der Holzhofstraße unterwegs waren oder sich am Bahnhof Römisches Theater aufhielten, ein ungewöhnliches Bild: Hunderte Frauen standen dort auf dem Bürgersteig und schienen zu warten. Was war der Grund für diese lange Menschenschlange?
Tatsächlich standen die Frauen vor dem Club „Roxy“ an und warteten hier auf Einlass. An diesem Abend fand das Event „Mama geht tanzen“ statt, das auch in Mainz regelmäßig im „Roxy“ wird. Dabei wird Frauen mit Kindern ermöglicht, bereits um 20 Uhr feiern zu gehen. Schluss ist in der Regel dann, wenn andere normalerweise erst ihre Nacht im Club starten.
Lange Wartezeiten am Einlass
Doch warum bildete sich diese lange Schlange? Wie eine Besucherin der Veranstaltung gegenüber Merkurist berichtete, habe es sehr lange gedauert, bis die Jacken an der Garderobe abgegeben werden konnten. „Das war sehr chaotisch und nicht gut organisiert“, erzählt sie aus ihrer Erfahrung. Daher hätte es sehr lange gedauert, bis sie endlich den Club betreten konnten.
Auch hatte sie den Eindruck, dass es auf der Tanzfläche sehr voll war. „Zum Tanzen hatten wir kaum Platz.“ Beim Ausgang sei dann das gleiche Problem gewesen: Lange Schlangen vor der Jackenausgabe. „Ich stand mindestens 45 Minuten lang an und war erst sehr spät zuhause“, so die Besucherin. Eine andere Frau erzählt, dass es bei einer vorherigen „Mama geht tanzen“-Ausgabe im Herbst ähnlich gewesen sei: „Dort war die Jackenschlange genauso lang.“ Da sie aber auch nach 23 Uhr im Club geblieben war, hätte sie von dem Andrang am Ausgang dann nichts mehr mitbekommen.
Marit Pahl, die das Event „Mama geht tanzen“ auch in Mainz organisiert, sagt dazu gegenüber Merkurist: „An diesem Abend war der Andrang außergewöhnlich. Wir bieten bewusst einen sehr frühen Einlass an, damit sich alles entspannt – an diesem Tag kamen viele Frauen später als üblich. Das war ein Sonderfall und entspricht nicht dem Normalablauf unserer Veranstaltungen.“
Reibungsloser Ablauf?
Vom Club „Roxy“ selbst ist zu erfahren, dass rund 500 Frauen an dem Abend anwesend waren. Anders als manche Besucherinnen war Betreiber Diego Sepúlveda zufrieden mit dem Ablauf: „Die Veranstaltung verlief absolut reibungslos und in guter Stimmung“, so Sepúlveda.
Die längere Warteschlange zu Veranstaltungsbeginn habe sich gebildet, da „viele Gäste etwa zur gleichen Zeit angekommen sind“, erklärt Sepúlveda. Der Einlass jedoch sei „zügig und kontrolliert durchgeführt“ worden. Auch nach Ende der Veranstaltung sei alles „ruhig und geordnet“ verlaufen.
Prinzipiell sieht er das Event „Mama geht tanzen“ als Bereicherung für die Mainzer Clubszene: „Der Grundgedanke hinter diesem Format ist es, dass das Roxy ein sehr sicherer Ort für Frauen und insbesondere Mütter ist.“