Wo es beim Gutenberg-Marathon kein Durchkommen geben wird

Zum 20. Mal findet am 5. Mai in Mainz der Gutenberg-Marathon statt. Wir zeigen Euch, wie ihr am besten in die Stadt kommt – und welche Straßen ihr besser meiden solltet.

Wo es beim Gutenberg-Marathon kein Durchkommen geben wird

9500 Teilnehmer, 250 Streckenposten und 1000 Verkehrsschilder: Am 5. Mai fällt der Startschuss zum 20. Gutenberg-Marathon. Weil auf vielen Straßen in der Altstadt, Laubenheim, Mombach und Kostheim Läufer unterwegs sein werden, müssen sich Autofahrer wieder auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen.

„In diesem Jahr stören besonders viele Baustellen die Strecke des Marathons. Wir sind aber zuversichtlich, dass der Marathon wie in den vergangenen Jahren ohne Verzögerungen stattfinden kann“, sagte Rennleiter Dieter Ebert am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Einige Stadtteile für Autos unpassierbar

Anwohner müssten sich darauf einstellen, dass weite Teile der Alt- und Neustadt sowie Mombachs von 8 Uhr bis etwa 15:30 Uhr für Autos nicht erreichbar seien. Wie Ebert mitteilte, seien bereits rund 3000 Schreiben an betroffene Haushalte verschickt worden.

Die Stadt empfiehlt Anwohnern deshalb dringend, am 5. Mai auf ihre Autos zu verzichten oder sie spätestens am Vorabend des Marathons auf Ersatzparkplätzen an der Zitadelle, am Volkspark oder in der Mombacher Straße abzustellen. Wer hingegen dringend aufs Auto angewiesen ist, hat die Möglichkeit, die Rennstrecke an mehreren Querungsstellen zu passieren. Ebert wies allerdings darauf hin, dass es hier zu längeren Wartezeiten kommen kann. Welche Straßen konkret abgesperrt werden, kann auf der Homepage der Stadt oder unter der Verkehrshotline 06131/123769, am Veranstaltungstag unter 06131/122851 erfragt werden.

Verkehrsschilder sollen Abschleppungen vorbeugen

Um Halteverbote an und um die Rennstrecke zu markieren, stellt das Verkehrsüberwachungsamt in dieser Woche rund 1000 Verkehrsschilder auf. „Hinzu kommen 4,5 Kilometer Sperrgitter und 30 Kilometer Absperrband“, sagte Elke Schmitt. Die Leiterin des Amtes appellierte an betroffene Anwohner, die Schilder rechtzeitig zur Kenntnis zu nehmen – ansonsten werde am Renntag ab 6 Uhr morgens abgeschleppt. „Im letzten Jahr haben wir 300 Ermahnungen ausgestellt und rund 100 Autos abschleppen müssen“, so Schmitt. Sollte das eigene Auto abgeschleppt werden, können sich Betroffene unter 06131/122181 nach ihrem Auto erkundigen.

Der Weg in die Innenstadt

Die Rheinstraße wird am 5. Mai bereits um 6 Uhr zwischen Quintinstraße und Holzhofstraße gesperrt sein. Auch die Theodor-Heuss-Brücke darf ab 8 Uhr nicht mehr befahren werden. Bereits ab 7:30 Uhr sind die Innenstadt sowie die Autobahnanschlussstelle Laubenheim in Richtung Innenstadt nicht mehr befahrbar. Bis zum Startschuss des Marathons um 9:30 Uhr wird schließlich die gesamte Laufstrecke gesperrt sein.

Läufer dürfen bis 8 Uhr mit ihrer Teilnahmebestätigung und Lichtbildausweis mit dem Auto die Strecke passieren, um Parkhäuser zu erreichen. Hier können lediglich City Port/ Bahnhof, Schillerplatz, Südbahnhof und Parkhaus Römisches Theater angefahren werden. Ebert empfahl allen Teilnehmern zudem, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Diese seien mit einem Kombi-Ticket für alle Marathon-Teilnehmer kostenfrei.

Trotzdem werden die Busse und Bahnen der MVG ab etwa 6 Uhr nicht mehr in die Innenstadt fahren. Sie bittet deshalb, auf Sonderfahrpläne zum Gutenberg-Marathon zu achten. Wie genau die Busse fahren, zeigt die MVG auch auf ihrer Webseite oder unter 06131/127777.

Freie Fahrt erst am Nachmittag

Alle Läufer, die den Streckenabschnitt nach Weisenau bis 11:45 Uhr nicht passiert haben, werden aufgeben müssen: Die Strecke soll hier zügig wieder freigegeben werden. Ab etwa 14 Uhr sind auch die Streckenabschnitte im hessischen Teil wieder befahrbar, ab etwa 14:30 Uhr auch die Theodor-Heuss-Brücke. Danach werden die restlichen Streckenabschnitte wieder freigegeben, bis um 16:30 Uhr soll auch die Rheinstraße als letzte Straße wieder befahren werden.

Wie Dieter Ebert mitteilte, werden zur medizinischen Versorgung der Läufer insgesamt sieben Ärzte und 171 Hilfskräfte an der Strecke sein. Zusätzlich stehe auf der Rückseite der Startnummern die Nummer der Einsatzleitstelle. Ebert appelliert an Zuschauer, die Nummer im Notfall zu wählen und so „wertvolle Zeit zu sparen“.

Teilnehmer-Boom zum 20. Jubiläum

Mit insgesamt 9500 Meldungen werden in diesem Jahr rund 1000 Läufer mehr als im Vorjahr erwartet. „Wir sind überrascht über die hohe Teilnehmerzahl, aber auch stolz, dass unser Marathon so beliebt ist“, sagte Ebert. Allein 1600 Teilnehmer haben demnach vor, den Marathon zu laufen. Die Läufer können aber noch während des Laufs entscheiden, ob sie die Halbmarathon oder die Marathonstrecke über 42,4 Kilometer wählen.

Eine höhere Teilnehmerzahl beim Marathon wäre für Dieter Ebert ein besonderer Grund zur Freude: Deutschlandweit laufen immer weniger Menschen Marathon. Dass in Mainz am 5. Mai ein neuer Streckenrekord aufgestellt wird, glaubt der Rennleiter trotzdem nicht: Den lief Mohamed Msenduki Ikoki 2010 in 2 Stunden und 11 Minuten. (pk)

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