So ist die aktuelle Corona-Lage in Mainz

Lage in den Krankenhäusern in Mainz und im Landkreis „vergleichsweise ruhig“

So ist die aktuelle Corona-Lage in Mainz

Besonders Schulen und Kitas in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen sind derzeit von Corona-Fällen betroffen. Das teilt die Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Montag mit.

Die Inzidenz in der Altersgruppe bis neun liege bei rund 500, bei den Zehn- bis 19-Jährigen bei etwa 600. Damit sei die Inzidenz fast doppelt so hoch wie die Gesamtinzidenz im Land. „In insgesamt 99 Schulklassen im Landkreis sowie der Stadt Mainz sind innerhalb der ersten Dezemberwoche Corona-Fälle aufgetreten“, erklärt Dietmar Hoffmann, Leiter des Gesundheitsamts. Die Hoffnung liege nun auch auf den bald startenden Kinderimpfungen.

Weitestgehend ruhig sehe es hingegen derzeit in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen aus. Während es aktuell einen Ausbruch in einem Altenheim im Landkreis gebe, seien in anderen Einrichtungen ausschließlich Einzelfälle zu verzeichnen. Ebenso sei die Lage in den Kliniken vergleichsweise ruhig. „Dennoch ist die Anspannung groß“, so Hoffmann im Hinblick auf den allgemeinen Personalmangel und die Belastung in den Krankenhäusern. Bei Personen, die derzeit beatmet werden, handele es sich überwiegend um nicht geimpfte Personen.

Um die Kontaktnachverfolgung zu verbessern, hat das Gesundheitsamt Mainz-Bingen kürzlich ein SMS-System eingeführt: Alle neu gemeldeten Fälle werden automatisch per SMS informiert. Damit erhalten positiv getestete Personen Verhaltensanweisungen direkt auf das Handy. Denn mit der derzeit hohen Anzahl an Corona-Infizierten werde auch die Kontaktaufnahme immer schwieriger.

„Mit dem neuen System ist es uns möglich, die Menschen zügig zu erreichen“, so der zuständige Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus. Zwar liege die Inzidenz im Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Mainz unter dem Landesdurchschnitt, doch die Lage bleibe angespannt. Dankbar sei man deshalb auch für den Einsatz der acht Bundeswehrsoldaten, die bei der Kontaktnachverfolgung Hilfe leisten.

Noch keine Omikron-Verdachtsfälle

Die neuartige Virusvariante Omikron sei bislang nicht in der Region vorgekommen. „Es besteht derzeit auch kein Verdachtsfall“, so der Leiter der Gesundheitsamts. Allerdings müssen Labore, um Omikron zu erkennen, die Proben speziell sequenzieren. Das bedeutet, die Proben müssen gezielt auf diese Variante untersucht werden. Das sei etwa der Fall, wenn Reisende aus entsprechenden Gebieten zurückkehren. „Hinzu kommt, dass bislang noch zu wenig über die Auswirkungen von Omikron bekannt ist und die Lage daher schwer einzuschätzen ist“, sagt Hoffmann. Wie sich dies entwickelt, gilt es daher weiter zu beobachten.

Malkmus ruft erneut auf, sich impfen zu lassen. Er hofft, dass sich vor dem Hintergrund der ausgeweiteten 2G-Regel noch einige Personen für eine Impfung entscheiden. Er sei sich bewusst, dass die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion bietet. „Die Impfung schützt jedoch effektiv vor schweren Verläufen“, so Malkmus.

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