Entscheidung: Betrieb von erotischen Massage-Studios nicht erlaubt

Antrag eines Betreibers abgelehnt

Entscheidung: Betrieb von erotischen Massage-Studios nicht erlaubt

Erotische Massagen sind in Rheinland-Pfalz wegen der Corona-Schutzmaßnahmen weiterhin nicht erlaubt. Das entschied das Verwaltungsgericht Mainz am Dienstag. Zuvor hatte der Betreiber eines erotischen Massagestudios einen Antrag gestellt.

Wie das Verwaltungsgericht mitteilt, sei der Betrieb von erotischen Massagen auf der Grundlage der 10. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz nicht zulässig. Die 10. Verordnung untersagt zudem die Öffnung von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen (wir berichteten). Als Grund für die Ablehnung des Antrags erklärt das Gericht: „Den Infektionsgefahren bei der Erbringung von Massagen als sexuellen Dienstleistungen könne nicht in vergleichbarer Weise effektiv wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen (beispielsweise medizinische Massagepraxen, Kosmetikstudios, Saunen) durch Hygienebeschränkungen vorgebeugt werden.“

Es sei nicht realistisch, die Hygienevorgaben in diesem Bereich einzuhalten. Zudem sei die Einhaltung der Vorgaben nur schwer zu überprüfen. Dies war einer der Gründe, warum das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz den Betrieb der Bordelle bis zum 31. August untersagt hat.

Ein weiteres Problem stelle laut dem Verwaltungsgericht die Kontakterfassung dar: Besonders bei Kunden dieser Einrichtungen sei das Bedürfnis nach Diskretion groß. Im Hinblick auf das „drohende Kontrolldefizit“ sei es demnach gerechtfertigt, dass das Land die Öffnung von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen weiterhin untersagt. (pk)

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