Auflösung von Schweine- und Kaninchenbestand: Halter mit Eilantrag gescheitert

Nicht an Haltungs- und Betreuungsverbot gehalten

Auflösung von Schweine- und Kaninchenbestand: Halter mit Eilantrag gescheitert

Nachdem das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen vor einigen Wochen einen Kaninchen- und Schweinebestand in Mainz aufgelöst hatte (wir berichteten), ist der betroffene Halter vor Gericht gezogen. Nun liegt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz vor.

Demnach entspricht die Auflösung des Bestands den rechtlichen Vorschriften und durfte daher unverzüglich erfolgen. Mit einem Eilantrag machten der Tierarzt und seine Lebensgefährtin geltend, die Haltung der Tiere sei fachlich nicht zu beanstanden. Außerdem sei das Eigentum der Tiere zwischenzeitlich auf die Lebensgefährtin übertragen worden. Demnach seien die Verfügungen gegenüber dem Tierarzt rechtswidrig, so der Antragsteller.

Der Antragsgegner entgegnete diesem, dass auch bei einer jüngsten Kontrolle tierschutzwidrige Zustände in den Ställen festgestellt worden seien. Weiterhin würden die Kaninchen in zu kleinen Vorrichtungen gehalten, die Ställe seien stark verkotet und hätten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Eilantrag blieb somit laut Verwaltungsgericht ohne Erfolg.

„Der antragstellende Tierarzt habe sich nicht an das geltende Haltungs- und Betreuungsverbot gehalten. Er sei auch weiterhin Halter der Tiere gewesen. Ein Eigentumswechsel sei angesichts der Umstände, insbesondere der fortdauernden Haltung der Tiere auf seinem Anwesen, nicht hinreichend glaubhaft gemacht worden“, so das Gericht in einer Pressemitteilung. Die Tiere seien bis zum Zeitpunkt ihrer Wegnahme nicht tierschutzgerecht gehalten worden; „angesichts seiner Einstellung, dass er den Tieren beste Haltungsbedingungen zur Verfügung stelle, sei auch nicht anzunehmen, dass er dazu künftig bereit gewesen sei“. (mo)

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