Am Donnerstag sind in der Alten Lokhalle in Mainz rund 300 Vertreter aus Industrie, Bundeswehr, Wissenschaft und Politik zum „Forum Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Rheinland-Pfalz 2026“ zusammengekommen. Das teilt das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium mit.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vernetzung, neue Kooperationen und die Frage, wie technologische Innovationen schneller angewendet werden können.
„Freiheit braucht Sicherheit. Und Sicherheit braucht Fähigkeiten“, sagte Wirtschaftsminister Michael Ebling. Rheinland-Pfalz biete dafür sehr gute Voraussetzungen mit einem starken Mittelstand, innovativen Unternehmen und einer besonderen Nähe zur Bundeswehr. „Entscheidend ist jetzt, diese Stärken noch besser miteinander zu verbinden. Genau dafür haben wir den SVI-HUB geschaffen und genau darum geht es bei diesem Forum“, so Ebling.
Das Land ist Standort wichtiger Einrichtungen wie dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz. Hinzu kommt eine breite industrielle Basis, etwa im Fahrzeug- und Maschinenbau.
Netzwerk soll Mittelstand und Start-ups einbinden
Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie entwickle sich technologisch rasant. Bereiche wie Sensorik, Künstliche Intelligenz oder Drohnenabwehr würden zudem immer mehr an Bedeutung gewinnen. Für mittelständische Unternehmen und Start-ups in Rheinland-Pfalz würden sich daraus neue Möglichkeiten ergeben.
„Viele Unternehmen in Rheinland-Pfalz verfügen bereits heute über hochspezialisierte Technologien und Kompetenzen, die für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen relevant sein können“, erklärte Ebling. Ein funktionierendes Netzwerk solle die Verbindungen herstellen, damit Firmen wissen, welche Anforderungen bestehen und die Bundeswehr erfährt, welche innovativen Lösungen es gibt.
Das Forum in Mainz bot dafür außer Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen auch Ausstellungsflächen und direkte Gesprächsmöglichkeiten. „Bei Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit kommt es zunehmend auch auf Geschwindigkeit an“, erklärte der Minister. Eine engere Zusammenarbeit stärke nicht nur die Verteidigungsfähigkeit, sondern auch die „technologische Kompetenz, die industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz“.