Giftanschlag in Darmstadt: 32-jährige Mainzerin festgenommen

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet

Giftanschlag in Darmstadt: 32-jährige Mainzerin festgenommen

Nach dem Giftanschlag an der Technischen Universität Darmstadt vom August 2021 wird eine 32-jährige Mainzerin nun des versuchten Mordes verdächtigt. Sie wurde vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das teilt das Polizeipräsidium Südhessen mit.

Am Montagmittag des 23. August 2021 hatten sieben Personen nach dem Verzehr von verschiedenen Lebensmitteln und Getränken gesundheitliche Probleme, bis hin zu Vergiftungserscheinungen gezeigt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet. Übernommen hatte die Ermittlungen die eigens dafür gegründete Mordkommission „Licht“ des Polizeipräsidiums Südhessen.

Inzwischen seien zahlreiche Spuren ausgewertet und am Mittwoch (30. März) eine 32-jährige Frau aus Mainz in einem psychiatrischen Krankenhaus vorläufig untergebracht worden. Gegen sie bestehe der Verdacht des versuchten Mords im Zustand der Schuldunfähigkeit. Die Beschuldigte sei schon früh in den Blick der Ermittler gekommen.

1000 Zeugen seien befragt und Datenträger ausgewertet worden. Aufgrund von digitalforensischen Spuren konnte etwa festgestellt werden, dass sich die Frau mutmaßlich in der Nacht zum 23. August im betroffenen Gebäude aufgehalten habe. Auch seien die Opfer in den schriftlichen Aufzeichnungen der Frau teilweise erwähnt worden. Die Beschuldigte habe sich von den Mitarbeitern verfolgt gefühlt, so die Polizei.

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