Hat ein Mainzer (27) absichtlich gefährliche Unfälle provoziert?

Verhandlung beginnt im Mai

Hat ein Mainzer (27) absichtlich gefährliche Unfälle provoziert?

Verhandlung vor dem Mainzer Landgericht: Einem 27-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, in Mainz und an anderen Orten mehrfach Unfälle provoziert zu haben, um an Geld der gegnerischen Versicherung zu kommen. Angeklagt ist er unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der 27-Jährige soll in der Zeit von Mitte Dezember 2014 bis Januar 2018 in elf Fällen nach der sogenannten Spurwechselmethode Verkehrsunfälle verursacht haben: Er soll im toten Winkel verharrt sein, um dann zu beschleunigen, wenn ein Auto auf der rechten Fahrspur zum Überholen ansetzt – um so eine Kollision herbeizuführen. In drei weiteren Fällen soll er auf andere Weise Unfälle provoziert haben, etwa indem er Vorfahrtsverstöße provozierte.

Sein Ziel soll demnach gewesen sein, den Unfall so aussehen zu lassen, dass der andere Verkehrsteilnehmer die Alleinschuld trägt. In diesem Fall hätte jeweils die gegnerische Versicherung die Schadensregulierung übernommen. Für den Angeklagten soll dies eine Erwerbsquelle gewesen sein. Insgesamt sei dabei ein wirtschaftlicher Schaden von rund 37.000 Euro entstanden.

Das Ermittlungsverfahren kam durch einen Polizeibeamten in Gang, dem die häufige Unfallbeteiligung des Angeklagten aufgefallen war. Der Angeklagte trat bislang strafrechtlich nur geringfügig in Erscheinung. Er machte im Ermittlungsverfahren keine Angaben. Das Strafverfahren vor dem Mainzer Landgericht beginnt am 5. Mai. (mo)

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