Was die Mainzer am Rheinufer vermissen

Viele Mainzer empfinden das Rheinufer nicht gerade als einladend - zumindest die Stelle zwischen Kaisertor und Theodor-Heuss-Brücke. Wir wollten es genau wissen: Was soll sich am Rheinufer ändern?

Was die Mainzer am Rheinufer vermissen

Kaum ein Wochenende vergeht, an dem am Mainzer Rheinufer nicht gefeiert wird. War es vor rund zwei Wochen noch die Johannisnacht mit einer halben Millionen Besuchern, startet am Freitag schon die 20. Mainzer Bierbörse. Auch die Mainzer Sommerlichter stehen in diesem Monat auf dem Plan. Doch wie gefällt den Mainzern das Rheinufer, wenn gerade nicht gefeiert wird? „Finden die Mainzer ihr Rheinufer lebenswert, oder was kann die Stadt verbessern?“, fragt Leser Mike in seinem Snip.

Viele Merkurist-Leser scheinen der Meinung zu sein, dass noch Luft nach oben ist. „Das Rheinufer ist bis auf Kaisertor und Winterhafen einfach nur schäbig und ausladend“, findet User T.M.; Daniel fällt sogar ein noch härteres Urteil: „Völlig vernachlässigt, zugemüllt, Hundekot und dann noch die Rheinallee, auf der sich die besten unserer Gesellschaft mit ihren Fahrzeugen profilieren. Hier will Mensch nicht sein.“ Doch was würden die Mainzer konkret verändern? Wir wollten es genauer wissen und erstellten eine Umfrage auf unserer Seite: „Wie kann das Mainzer Rheinufer attraktiver werden?“ Das sind die meistgeklickten Antworten in umgekehrter Reihenfolge:

5. Weiterer Strand

Zwei Strände gibt es am Mainzer Rheinufer bereits: den Mainzstrand und den Mombeach. Außerdem befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Rheinstrand in Mainz-Kastel. Doch zehn Prozent unserer Leser scheint das nicht zu reichen: Sie wünschen sich einen weiteren Strand am Rheinufer.

4. Klare Trennung von Fuß- und Fahrradwegen

Wer häufiger am Mainzer Rheinufer unterwegs ist, kennt das Problem: Fahrradfahrer und Fußgänger kommen sich auf den teilweise schmalen Wegen häufig in die Quere. Deshalb wünschen sich 15 Prozent der Merkurist-Leser, dass die Stadt für eine Lösung sorgt: Nämlich für eine klare Trennung von Fuß- und Fahrradwegen.

Zudem finden viele Leser, dass die Rheinallee mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen und den kurzen Grünphasen für Fußgänger ein richtiger „Trennstreifen“ ist. Leser Daniel wünscht sich sogar eine Verkehrsberuhigung für die Straße. Realistisch ist das allerdings nicht - schließlich ist die Rheinallee eine der Hauptverkehrsachsen in der Mainzer Innenstadt.

3. Mehr Gastronomie

Verglichen mit anderen Rhein-Städten gibt es direkt am Mainzer Rheinufer verhältnismäßig wenig Gastronomie. Das finden zumindest 17 Prozent der Merkurist-Leser. Sie können sich zum Beispiel feste Weinpavillons vorstellen, die unabhängig von den Volksfesten installiert werden.

Ein solches Projekt war übrigens am Zollhafen angedacht, wurde allerdings auf Eis gelegt. Der Grund: Für den Weinpavillon fand man keine wirtschaftliche Lösung.

2. Mehr Grünflächen

Gerade zwischen Kaisertor und Theodor-Heuss-Brücke gleicht das Mainzer Rheinufer einer Betonwüste. Die Aufenthaltsflächen sind hier wenig einladend. 19 Prozent der Merkurist-Leser wünschen sich deshalb mehr Grünflächen.

1. Rheinschwimmbad

Die Lösung, die am häufigsten genannt wurde, ist ziemlich überraschend: Mehr als ein Viertel der befragten Leser (26 Prozent) wünscht sich ein Rheinschwimmbad. Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es das sogar in Mainz (wir berichteten).

Dass es zu einer Neuauflage kommt, ist allerdings sehr unwahrscheinlich: Die zunehmende Verschmutzung des Rheins machte sämtlichen Flussbädern zu schaffen. Statt der Flussanlagen wurden Schwimmhallen und Freibäder gebaut, die man besser sauber halten kann und die ohne Wellen und Strömung wesentlich sicherer sind.

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