Mainz-Bingen bekommt Ausgangssperre

Inzidenz von 100 erneut überschritten

Mainz-Bingen bekommt Ausgangssperre

Weil Mainz-Bingen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 zum dritten Mal hintereinander überschritten hat, wird im Landkreis die Notbremse gezogen. Das bedeutet unter anderem: Wie in der Stadt Mainz (seit 1. April) wird im Landkreis ebenfalls eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr verhängt.

Ab Mittwoch, den 14. April treten mit der neuen Allgemeinverfügung folgende Regeln in Kraft:

  • Personen dürfen sich im öffentlichen Raum nur alleine, mit Angehörigen des eigenen Hausstands oder einer weiteren Person eines anderen Hausstandes treffen. Kinder bis sechs Jahre sind ausgenommen.

  • Terminshopping ist nur noch mit der Vergabe von Einzelterminen an Personen eines Hausstandes möglich.

  • Gastronomische Einrichtungen sind auch im Außenbereich geschlossen.

  • Von einer Schließung ausgenommen sind unter anderem der Lebensmittelhandel, Wochenmärkte, Apotheken, Tankstellen, Banken, Reinigungen, Zeitschriftenläden, Baumärkte und Blumenfachgeschäfte. Eine vollständige Liste findet ihr hier unter www.mainz-bingen.de.

  • Körpernahe Dienstleistungen, bei denen das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, wie in Kosmetik-, Massage- und Tattoo-Studios, sind verboten. Erlaubt sind weiterhin medizinische und hygienische Dienstleistungen (Optiker, Hörgeräteakustiker, Friseur, Fußpflege und Podologie, Logopädie, Physio- und Ergotherapie sowie Rehabilitationssport

  • Sport im Amateur- und Freizeitbereich in Einzelsportarten sind auf und in öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen nur im Freien nur alleine, zu zweit oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, erlaubt. Die Ausnahmeregelung für Jugendgruppen entfällt.

  • Für den Publikumsverkehr sind die Außenbereiche von zoologischen Gärten, Tierparks, botanischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen geöffnet. Es gilt eine Vorausbuchungspflicht.

  • Mit der Allgemeinverfügung tritt auch eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr in Kraft. Ausnahmen sind nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes möglich. Darunter fällt beispielsweise die Ausübung eines Berufs sowie medizinische und tiermedizinische Versorgung. Eine vollständige Liste gibt es unter www.mainz-bingen.de. Tankstellen, Kioske, Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte dürfen in der Zeit zwischen 21 Uhr und 6 Uhr keine alkoholische Getränke verkaufen. Ab 21 Uhr müssen sie ohnehin geschlossen haben.

  • Weitere Regelungen: Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind nur als Einzelangebote zulässig. Der außerschulische Musik- und Kunstunterricht in Gruppen sowie der Proben- und Auftrittsbetrieb der Breiten- und Laienkultur ist untersagt. Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis einschließlich Sonntag, den 25. April.

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