Nach Susannas Tod: Demos und Gedenkveranstaltungen angekündigt

Veranstaltungen von Samstag bis Montag

Nach Susannas Tod: Demos und Gedenkveranstaltungen angekündigt

Nachdem die Polizei Westhessen und Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Mittwoch den Mord an der 14-jährigen Susanna bestätigt haben, wurden für die kommenden Tage mehrere Veranstaltungen wie Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen angekündigt.

Am Samstag ruft die antifaschistische Gruppe „Gutmenschliche Aktion Mainz“ zu einer Trauerkundgebung für die 14-Jährige auf. Ab 13 Uhr soll auf dem Petersplatz gemeinsam Susanna gedacht und der Familie Solidarität und Mitgefühl ausgesprochen werden. Darüber hinaus möchten die Veranstalter „auf die generelle Problematik der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen“. Um 15 Uhr demonstriert darüber hinaus die AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Es reicht! Endlich Konsequenzen ziehen!“ vor der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei.

Die Initiative „Beweg was! Deutschland“ plant am Sonntag um 15 Uhr eine Demonstration auf dem Helmut-Kohl-Platz. Seit März, damals noch unter dem Titel „Merkel muss weg“, demonstrieren die Protestler regelmäßig gegen die illegale Einwanderung nach Deutschland. Für die Veranstaltung haben sich zudem Gegendemos angekündigt, wie die Polizei Mainz gegenüber Merkurist bestätigt. Bisher könne noch nicht eingeschätzt werden, wie viele Personen sich an den Demonstrationen beteiligen werden.

Am Montag um 18 Uhr ruft die rechtspopulistische Initiative „Kandel ist überall“ auf dem Mainzer Markt zu einer Mahnwache auf. Nach dem Mord an der 15-jährigen Mia durch einen afghanischen Flüchtling in Kandel im vergangenen Jahr hatte die Gruppierung mehrmals demonstriert. Zur gleichen Zeit lädt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinhessen-Nahe zu einem stillen Gedenken auf dem Gutenbergplatz ein. „Wir möchten gemeinsam mit möglichst vielen Menschen ein Licht anzünden, um unserer Trauer Ausdruck zu geben, aber auch, um ein Signal der Hoffnung zu senden“, so die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Hintergrund

Am Mittwoch hatte die Polizei Susannas Leiche neben Bahngleisen im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim gefunden. Wie sich herausstellte, ist die 14-jährige Mainzerin vergewaltigt und ermordet. Ein Iraker, der verdächtigt wird, Susanna getötet zu haben, hatte sich zunächst in sein Heimatland abgesetzt. Am Freitag konnte er von Sicherheitskräften aufgegriffen und verhaftet werden.

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