Fall Susanna: Rund 300 Teilnehmer bei Demonstrationen in Mainz

Weitere Veranstaltungen angekündigt

Fall Susanna: Rund 300 Teilnehmer bei Demonstrationen in Mainz

Nach dem Mord an der 14-jährigen Susanna haben am Sonntagnachmittag rund 300 Menschen in der Mainzer Innenstadt demonstriert. Darunter befanden sich Teilnehmer der rechts orientierten Initiative „Beweg was! Deutschland“ sowie zwei Gegendemonstrationen.

Wie die Polizei gegenüber Merkurist mitteilt, seien die Veranstaltungen auf dem Helmut-Kohl-Platz friedlich verlaufen. Von den fünf angemeldeten Gegendemonstrationen hätten nur zwei stattgefunden. Während eine Demonstration schon im Vorfeld abgesagt wurde, war zu zwei weiteren niemand erschienen. Die zwei verbliebenen Gruppierungen wurden mit Absperrgittern von der „Beweg was! Deutschland“-Demonstration getrennt.

Am Samstag hatten bereits Schweigeminuten und Kundgebungen stattgefunden, die die Polizei als störungsfrei beurteilt. Um 13 Uhr waren circa 50 Personen dem Aufruf der antifaschistischen Gruppe „Gutmenschlichen Aktion Mainz“ zu einer Trauerkundgebung auf dem Petersplatz gefolgt. Um 15 Uhr versammelte sich die rheinland-pfälzische Landtagsfraktion der AfD auf dem Platz der Mainzer Republik. Laut Polizei nahmen etwa 100 Personen an der Mahnwache teil.

Auch für Montagabend wurden im Vorfeld Veranstaltungen angekündigt (wir berichteten). Ab 18 Uhr ruft die rechtspopulistische Initiative „Kandel ist überall“ auf dem Mainzer Markt zu einer Mahnwache auf. Zur gleichen Zeit lädt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinhessen-Nahe zu einem stillen Gedenken auf dem Gutenbergplatz ein. Derzeit ginge man von einem ähnlichen Ablauf wie am Sonntag aus, so ein Polizeisprecher gegenüber Merkurist.

Hintergrund

Am Mittwoch hatte die Polizei Susannas Leiche neben Bahngleisen im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim gefunden. Wie sich herausstellte, ist die 14-jährige Mainzerin vergewaltigt und ermordet. Ein Iraker, der verdächtigt wird, Susanna getötet zu haben, hatte sich zunächst in sein Heimatland abgesetzt. Am Freitag konnte er von Sicherheitskräften aufgegriffen und verhaftet werden. Am Sonntag wurde der Verdächtige Ali Bashar einer Amtsrichterin in Wiesbaden vorgeführt.

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