Mainzer Tierheim warnt: Keine Haustiere an Weihnachten verschenken

Dennoch kein Vermittlungsstopp von Tieren

Mainzer Tierheim warnt: Keine Haustiere an Weihnachten verschenken

Bis Anfang Januar geben manche Tierheime, darunter auch die in Bad Kreuznach und Ingelheim, keine Tiere mehr heraus. Der Grund: So soll verhindert werden, dass Katze, Hund oder Kaninchen als spontanes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum landen.

Viele Menschen, die sich erst kurz vor Weihnachten dazu entschließen, ein Tier aus dem Tierheim zu holen, hätten sich im Vorfeld zu wenig Gedanken gemacht, sagt etwa Tanya Kelso-Dietrich aus dem Bad Kreuznacher Tierheim gegenüber dem SWR. „Nach wenigen Wochen merken sie dann, dass das Tier doch nicht so gut in ihren Alltag passt.“ Und dann würde es wieder zurück ins Tierheim gebracht.

Das Mainzer Tierheim verhänge zwar keinen Vermittlungsstopp vor Weihnachten. Dennoch rät Christine Plank dringend davon ab, Tiere zu Weihnachten zu verschenken. „Man verschenkt eine große Verantwortung“, so die Vorsitzende des Tierschutzverein Mainz und Umgebung im Gespräch mit Merkurist. Ein Tier solle man sich nie ad hoc anschaffen. Gerade Katzen können sehr alt werden. „Wenn jemand ein Tier haben will, dann kann man ja Futter oder einen Kratzbaum schenken“, schlägt Plank vor.

Nur 1- zu 1-Vermittlung

Prinzipiell führen die Mitarbeiter auch um die Weihnachtszeit herum Vermittlungsgespräche, auch können Tiere ausgesucht werden. Abgegeben werden sie aber ausschließlich direkt an ihre zukünftigen Besitzer. „Wir vermitteln Tiere nur 1 zu 1“, sagt Plank. Nur so könne man wirklich feststellen, ob Mensch und Tier zusammen passen.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins warnt zudem davor, sich Tiere im Internet auszusuchen und zu kaufen, da man dort keine Chance hat, das Tier vorher kennenzulernen. Die Eigenschaften der Tiere würden außerdem oft falsch dargestellt. „Häufig landen die Tiere anschließend bei uns im Tierheim.“

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