Verwirrung um 30er-Zone auf dem Lerchenberg

Zwei Straßenschilder sorgen auf dem Lerchenberg für Verwirrung: Das erste Schild beendet die Tempo 30-Zone. Nur ein paar Meter dahinter gilt dann wiederum ein Tempolimit von 30. Ja, was denn nun?

Verwirrung um 30er-Zone auf dem Lerchenberg

Wer auf dem Lerchenberg mit seinem Auto in die Hindemithstraße fährt, verlässt auf Höhe des Einkaufszentrums die Tempo-30-Zone. Kurz darauf erlebt man allerdings eine Überraschung: Rund zehn Meter weiter, kurz hinter einem Zebrastreifen, gilt schon wieder Tempo 30.

Für manchen Autofahrer ist das verwirrend, auch für Merkurist-Leser Sascha. In seinem Snip fragt er sinngemäß: Warum wurde hier nicht einfach die Tempo-30-Zone verlängert?

Auch andere Merkurist-Leser diskutieren unter dem Snip. Burkhard schreibt: „Der Grund ist hier, dass eine Tempo 30-Zone und eine Straße mit Geschwindigkeitsbegrenzung 30 etwas Unterschiedliches sind.“

Kreativer Umgang mit Vorschriften

Auch der Lerchenberger Ortsvorsteherin Sissi Westrich ist die Situation in der Hindemithstraße bekannt. Sie erklärt: „Die Beschilderung ist ein kreativer Umgang mit Vorschriften.“ Die Geschwindigkeitsbegrenzung sei wichtig, um die Fußgänger in der Straße zu schützen. Dies habe man aber mit den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung kombinieren müssen, so Westrich.

Denn die besagen: In einer Tempo-30-Zone dürfen sich keine Fußgängerüberwege und Schutzanlagen für Fußgänger befinden. Stadt-Pressesprecher Ralf Peterhanwahr erklärt auf Anfrage: „Die 30 km/h-Zone umfasste ursprünglich den gesamten Lerchenberg und wurde daher nur an den Einfahrten des Lerchenbergs beschildert.“ Zum Schutz der Fußgänger musste die Hindemithstraße deshalb aus dieser 30er-Zone herausgenommen werden. Nur so konnten hier Zebrastreifen für die Fußgänger am Einkaufszentrum und an den nahegelegenen Schulen errichtet werden.

Um den Verkehr in dieser Straße weiter zu entschleunigen, wurde kurz hinter dem Fußgängerüberweg die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert. „Mir war es besonders wichtig, den Zebrastreifen für die Kinder und Fußgänger zu erhalten. Dafür war diese verwirrende Schilderkombination nötig“, sagt Westrich.

Logo