Neue feste Blitzer in Mainz: So viel Bußgeld hat die Stadt bisher kassiert

Wer sich in Mainz nicht an die Verkehrsregeln hält, muss damit rechnen, dass er von einem der neuen festinstallierten Blitzer erfasst wird. Dass dies schon einigen Autofahrern passiert ist, zeigen die bisherigen Bußgeld-Einnahmen der Stadt.

Neue feste Blitzer in Mainz: So viel Bußgeld hat die Stadt bisher kassiert

Seit diesem Jahr gibt es in Mainz einige festinstallierte Blitzer im Stadtgebiet. Wie die Verwaltung betont, dienen sie dazu, die Verkehrssicherheit in Mainz zu erhöhen. Die ersten Geräte hatte die Stadt Anfang Februar in Betrieb genommen. Nach rund zwei Monaten zeigt sich nun, dass schon eine beachtliche Summe an Verwarn- und Bußgeldern zusammengekommen ist.

Geräte können zwei Vergehen gleichzeitig ahnden

Bei der Einführung der Blitzer setzte die Stadt vor allem auf sogenannte Red- and Speed-Ampelanlagen. Diese Geräte können nicht nur Rotlichtverstöße von Fahrzeugen festhalten, sondern zugleich auch bei überhöhter Geschwindigkeit auslösen. Somit müssen Autofahrer damit rechnen, dass sie unter Umständen bei ein und der selben Aktion sogar doppelt zur Kasse gebeten werden.

Bisher sind drei von insgesamt sechs der kombinierten Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen in Betrieb. Selbst wenn jedoch alle Anlagen einsatzbereit sein sollten, werden allerdings immer nur drei Säulen gleichzeitig im Einsatz sein. Denn die insgesamt drei Kameras werden abwechselnd auf die anderen Geräte verteilt.

Die Anlagen befinden sich an der Kreuzung Augustusstraße/Kupferberg, an der Kreuzung Mainzer Straße/Koblenzer Straße, an der Fußgängerschutzanlage Kreuzstraße (Am Stollhenn), an der Kreuzung Kaiserstraße/Rheinallee/Peter-Altmeier-Allee, an der Kreuzung An der Goldgrube/Neumannstraße/Ebersheimer Weg sowie an der Kreuzung Am Judensand/Am Fort Gonsenheim.

Doch wie viele Verstöße gab es bislang? Auf Anfrage von Merkurist erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr, dass nach zwei Monaten 3315 Verkehrsverstöße festgestellt wurden. Darunter seien 3191 Verstöße gegen die Geschwindigkeit und 124 Rotlichtverstöße. Dabei hat die Stadt fast 100.000 Euro eingenommen. „Es wurden bisher Verwarnungs- und Bußgelder über 99.574,50 Euro festgesetzt“, gibt der Stadtsprecher bekannt.

Weitere Anlagen bald einsatzbereit

Demnächst müssen sich die Verkehrsteilnehmer noch mehr in Acht nehmen. Denn bald sollen auch die weiteren Anlagen in Betrieb gehen. So wurde Anfang März mit den Aufbauarbeiten des festen Blitzers in der Rheinallee (Ecke Kaiserstraße) begonnen. Angekündigt war, dass diese Anlage sowie zwei weitere Geräte gegen Ende März in Betrieb gehen sollen.

Doch daraus wurde nun vorerst nichts, wie Peterhanwahr erklärt. „Wegen unvorhersehbarer technischer Probleme sowie pandemiebedingter Ausfälle“ verzögere sich die Inbetriebnahme. Jedoch: „Wir gehen davon aus, dass der Aufbau in nächster Zukunft abgeschlossen sein wird und dann die Säulen in Betrieb gehen können.“

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