Neue Blitzer in Mainz: So viele Verstöße haben sie schon registriert

Wer sich in Mainz nicht an die Verkehrsregeln hält, muss damit rechnen, dass er von einem der in diesem Jahr festinstallierten Blitzer erfasst wird. Dass dies schon einigen Autofahrern passiert ist, zeigen die bisherigen Bußgeld-Einnahmen der Stadt.

Neue Blitzer in Mainz: So viele Verstöße haben sie schon registriert

Seit diesem Jahr gibt es in Mainz einige festinstallierte Blitzer im Stadtgebiet. Wie die Verwaltung betont, dienen sie dazu, die Verkehrssicherheit in Mainz zu erhöhen. Die ersten Geräte hatte die Stadt bereits Anfang Februar in Betrieb genommen. Weitere folgten zuletzt und andere sollen später im Jahr einsatzbereit sein. Nach gut einem halben Jahr mit den neuen Blitzern zeigt sich nun, dass schon eine beachtliche Summe an Verwarn- und Bußgeldern zusammengekommen ist.

Geräte können zwei Vergehen gleichzeitig ahnden

Bei der Einführung der Blitzer setzte die Stadt vor allem auf sogenannte Red- and Speed-Ampelanlagen. Diese Geräte können nicht nur Rotlichtverstöße von Fahrzeugen festhalten, sondern zugleich auch bei überhöhter Geschwindigkeit auslösen. Somit müssen Autofahrer damit rechnen, dass sie unter Umständen bei ein und der selben Aktion sogar doppelt zur Kasse gebeten werden.

Ein paar kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen sind schon in Betrieb gegangen. Allerdings sind immer nur drei Säulen gleichzeitig im Einsatz. Denn die insgesamt drei Kameras werden abwechselnd auf die Geräte verteilt.

Wie Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr Merkurist gegenüber erklärt, sei seit Einführung der neuen Anlagen die Akzeptanz zur Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gestiegen. Dies spiegele sich auch bei den Geschwindigkeitsverstößen wider. Jedoch gelte das nicht in gleichem Maße für die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 30km/h. Überrascht über die Zahl der von den Anlagen gemessenen Verstöße sei die Stadt aber generell nicht.

So hoch sind die Bußgeld-Einnahmen

Doch wie viele Verstöße gab es nun bislang? Laut Stadtverwaltung gab es in der Kreuzstraße 4803 Geschwindigkeitsverstöße und 38 Rotlichtverstöße. In der Augustusstraße sind es 127 Tempo- sowie 100 Rotlichtverstöße. In der Mainzer Straße zählt die Stadt bis Ende Juli zehn Verstöße gegen die Geschwindigkeit und 222 beim Rotlicht. Während die vorgenannten Anlagen bereits im Februar an den Start gingen, sind die folgenden erst seit dem 9. Juni in Betrieb: So wurden nach Angaben der Stadt in der Rheinallee 775 Geschwindigkeitsverstöße gemessen, An der Goldgrube bisher 42 und Am Judensand noch kein einziger.

Wesentlich häufiger hat dagegen der im Oktober 2021 eingeführte „Enforcement Trailer“, der an verschiedenen Standorten in Mainz eingesetzt wird, geblitzt. Laut Stadt registrierte dieser Blitzer 17302 Geschwindigkeitsverstöße.

Insgesamt habe die Stadt Mainz bisher 1,665 Millionen Euro an Bußgeld eingenommen. Dem stünden aber auch Investitionen in die technischen Anlagen sowie Personalkosten gegenüber, erklärt Stadtsprecher Peterhanwahr. Und in Zukunft steigen die Chancen auf weitere Einnahmen für die Stadt. Denn es sollen noch drei weitere Blitzer in Betrieb gehen. Doch hier verzögert sich noch die Installation der Anlagen, und das hat einen bestimmten Grund: „Es sind aufwändige technische Vorarbeiten notwendig“, erklärt Peterhanwahr. Sobald die weitreichenden technischen Vorbereitungen abgeschlossen seien, könne mit den Grabungsarbeiten, mit dem Aufbau und der Installation der Messsäulen begonnen werden.

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