Blitzer auf Rheinachse: Werden Temposünder doppelt zur Kasse gebeten?

Die Stadt Mainz plant, demnächst einen festen Blitzer auf der Rheinachse zu installieren. Da dort ab dem 1. Juli auch ein Dieselfahrverbot besteht, könnte die Stadt mit Hilfe des Blitzers einige Autofahrer bald doppelt zur Kasse bitten.

Blitzer auf Rheinachse: Werden Temposünder doppelt zur Kasse gebeten?

Auf der Rheinachse soll in Zukunft ein festinstallierter Blitzer eingerichtet werden. Das hatte die Stadt Mainz am vergangen Freitag zeitgleich mit dem ab 1. Juli geltenden Fahrverbot für Dieselfahrzeuge auf der Rheinachse angekündigt (wir berichteten). Doch wo soll der neue Blitzer dann stehen und ab wann müssen Autofahrer damit rechnen, überwacht zu werden?

Auf Anfrage von Merkurist teilt die Stadt Mainz mit: „Gemäß derzeitiger Planung wird wahrscheinlich ein Ampelblitzer auf der Kreuzung Kaiserstraße / Rheinallee installiert werden.“ Einen konkreten Termin für die mögliche Einrichtung des Blitzers gibt es aber noch nicht. Diese solle aber zumindest noch 2020 geschehen. „Geplant ist die Installation nach endgültiger Standortentscheidung noch in diesem Jahr“, teilt eine Stadtsprecherin mit.

Doppeltes Bußgeld

Für einige Autofahrer könnte der Blitzer dann doppelt negative Folgen haben. Denn sollte ein Autofahrer auf der Rheinachse beim dann in Zukunft geltenden Tempolimit von 30 Stundenkilometern geblitzt werden, würde zusätzlich noch ermittelt, ob es sich bei dem Fahrzeug um ein verbotenes Dieselauto (Schadstoffklassen 1 bis 5) oder einen Benziner (Schadstoffklassen 1 und 2) handelt, für die dort ebenfalls ein Fahrverbot besteht.

„Ein Autofahrer, der dort bei einem Rotlichtverstoß geblitzt würde, würde dann auch daraufhin überprüft, ob er diese Straße überhaupt hätte befahren dürfen“, so die Stadtsprecherin. Demnach müssten dann einige Autofahrer möglicherweise doppelte Strafe zahlen - für den Rotlichtverstoß und für die Missachtung des Fahrverbots auf der Rheinachse. (df)

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