Wie hat sich die Mainzer Polizei auf E-Scooter vorbereitet?

Seit Mittwoch sind immer mehr E-Scooter auf Mainzer Straßen und Wegen zu sehen. Das neue Verkehrsmittel sorgt bundesweit für viele Diskussionen. Doch wie hat sich die Mainzer Polizei auf die Roller vorbereitet? Und was müssen die Beamten beachten?

Wie hat sich die Mainzer Polizei auf E-Scooter vorbereitet?

Seit dem vergangenen Mittwoch werden in Mainz E-Scooter zum Verleih angeboten. Das Berliner Unternehmen „Tier Mobility“ hat rund 100 Roller an mehreren Stellen in der Stadt platziert (wir berichteten). Doch wie geht eigentlich die Mainzer Polizei mit den neuen Verkehrsmittel um?

Auf Anfrage von Merkurist erklärt der Mainzer Polizeisprecher Rinaldo Roberto: „Seitdem der Gesetzgeber die Zulassung der E-Roller beschlossen hat, bereiten wir uns auf deren Einsatz im Mainzer Stadtgebiet vor.“ Schon bevor die ersten Leih-Roller in Mainz angeboten wurden, waren einige Privatroller im Stadtgebiet zu sehen. Auf allen Dienststellen in Rheinland-Pfalz gebe es sogenannte Multiplikatoren, also Beamte, die sich auf das Thema E-Scooter speziell vorbereitet haben. Diese sollen dann die Informationen an die Kollegen in den Dienststellen weitergeben.

Polizei erstellt Lageplan

Momentan erstellt die Mainzer Polizei einen Lageplan zum Thema E-Tretroller. „Wir fassen alle Informationen zusammen. Dazu gehören neben negativen Zwischenfällen und Problemen auch positive Rückmeldungen“, so Roberto. Bereits am Donnerstag fanden erste Kontrollen in der Mainzer Innenstadt. Diese waren zwar nicht ausschließlich auf E-Scooter ausgelegt, allerdings lag der Schwerpunkt auf den neuen Rollern.

Laut Polizei wurden dabei insgesamt 28 Verstöße festgestellt und gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Es waren dabei aber nur Rad- und Autofahrer betroffen. Bei E-Scooter-Fahrern konnten keine Verstöße festgestellt werden. Die Polizeibeamten informierten die E-Scooter-Fahrer lediglich darüber, auf welchen Straßen sie fahren und welche Bereiche mit E-Scootern nicht genutzt werden dürfen.

Darf ich Alkohol vor der Scooter-Fahrt trinken?

Wenn Polizisten in den nächsten Tagen E-Scooter kontrollieren, würden laut Roberto hauptsächlich die Betriebserlaubnis überprüft, sowie die an den Fahrzeugen angebrachten Verischerungsaufkleber. Außerdem würden technische Anforderungen wie Bremsleistung, Beleuchtung und die Klingel geprüft. „Auch der Fahrzeugführer wird auf seine Eignung geprüft“, sagt Roberto. Übrigens: Für E-Scooter-Fahrer gelten die selben Richtlinien wie für Autofahrer. Drogen am Lenker sind tabu, die Promillegrenze liegt bei 0,5. Verursachen E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss einen Unfall, liegt eine Straftat vor.

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(df)

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