So stellt sich Katrin Eder Mainz im Jahr 2030 vor

2020 hat gerade erst begonnen, doch Merkurist wagt bereits einen Ausblick auf das kommende Jahrzehnt. Wie sieht Mainz im Jahr 2030 aus? Heute erklärt Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) ihre Vision vom Mainz der Zukunft.

So stellt sich Katrin Eder Mainz im Jahr 2030 vor

In unserer neuen Serie „Mainz 2030“ sprechen wir mit Mainzern darüber, wie sie sich die Stadt in zehn Jahren vorstellen. Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) hat schon eine klare Vorstellung: „Mehr Fahrräder, mehr Fußgänger, mehr Straßenbahnen. Und: Bäume statt Blech.“

Derzeit befinde sich Mainz bereits auf einem guten Weg dahin. Denn der Auto-Anteil in der Verkehrsstatistik „Modal Split“ liegt für die Stadt Mainz bei 32 Prozent. In dieser Statistik wird die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel genannt. Heißt im Fall von Mainz: Nur rund ein Drittel des Transportaufkommens der Stadt ist auf Autos zurückzuführen.

Carsharing als mögliche Alternative

Doch das reicht Eder noch nicht: „Meine Vision ist, dass wir wie Freiburg oder Heidelberg auf rund 20 Prozent kommen. Wir müssen die Alternativen so attraktiv machen, dass man das Auto nicht mehr braucht. Dass man aus dem Haus geht, auf sein Handy guckt und genau weiß, wie man am besten von A nach B kommt.“

Sie selbst habe ihr Privat-Auto abgeschafft, ihren Dienstwagen als Dezernentin nutze sie nicht, so Eder. „Es geht innerhalb der Stadtgrenzen. Und wenn man mal ein Auto braucht, dann nutzt man Carsharing, was wir derzeit stark ausbauen.“ Gerade im Fall von Carsharing müssten sich laut Eder die Menschen mehr trauen, die neuen Angebote auszuprobieren.

Damit die Vision von der Verkehrswende Realität werden kann, müsse Mainz sich aber auch mit der Nachbarstadt Wiesbaden und dem Landkreis Mainz-Bingen besser vernetzten. „Wir arbeiten daran, dass es zwischen den Stadtteilen und auch mit Wiesbaden besser wird. Für den Landkreis wird derzeit ein ÖPNV-Konzept durch das Land erarbeitet, hier muss man den Menschen unbedingt die Chance überhaupt mal geben, sich umweltfreundlich fortzubewegen.“ (mm)

Logo