Das Polizeipräsidium Mainz hat am Freitag die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Während die Gesamtzahl der Unfälle nur leicht stieg, gibt es eine besorgniserregende Zunahme bei Unfällen mit tödlichem Ausgang.
Insgesamt erfasste die Mainzer Polizei 23.900 Verkehrsunfälle, was einem leichten Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Deutlich stärker stieg die Zahl der Unfälle mit Verletzten auf 2491 (plus 6,7 Prozent).
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den tödlichen Unfällen. Ihre Zahl stieg von 21 auf 28, was einem Zuwachs von 33,3 Prozent und einem neuen Höchststand im Fünf-Jahres-Vergleich entspricht. „Die gestiegenen Zahlen bei schweren und tödlichen Verkehrsunfällen erfüllen uns mit großer Sorge. Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel“, so Polizeipräsident Reiner Hamm.
Besonders Senioren und Radfahrer gefährdet
Eine besonders gefährdete Gruppe sind Senioren. An 18 der tödlichen Unfälle war mindestens eine Person aus dieser Altersgruppe beteiligt. Insgesamt starben 17 Senioren im Straßenverkehr. In acht weiteren Fällen verstarben ältere Menschen aus medizinischen Gründen während eines Unfalls, diese fließen jedoch nicht in die Statistik ein.
Auch Rad- und Pedelecfahrer sind weiterhin stark betroffen. Sie waren 2025 an 846 Unfällen beteiligt und damit an jedem vierten Unfall mit Verletzten. Bei Kindern stieg die Zahl der Unfälle zwar um fast 28 Prozent an, ums Leben kam aber, wie im Vorjahr, kein Kind.
Ablenkung am Steuer nimmt zu
Bei den Unfallursachen zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit (minus 11,7 Prozent) und Alkoholeinfluss (minus 8,2 Prozent) zurückgingen, gab es einen deutlichen Anstieg bei Unfällen durch Ablenkung (plus 30,7 Prozent). Hier will die Polizei ab 2026 mit der sogenannten „MONOcam“ gegensteuern.
Um die Unfallzahlen zu senken, hat das Polizeipräsidium Mainz nach eigenen Angaben die Präventionsarbeit intensiviert. Dazu gehören gezielte Angebote für Senioren und junge Fahrer, Verkehrskontrollen sowie Aufklärungsprogramme in Schulen. „Unser Ziel bleibt klar: die Zahl der Verkehrsunfälle und insbesondere der schweren Unfallfolgen nachhaltig zu reduzieren“, so das Fazit des Polizeipräsidenten.