Viele Verstöße bei Verkehrskontrollen in Mainz festgestellt

Die Polizei musste die unterschiedlichsten Verstöße ahnden

Viele Verstöße bei Verkehrskontrollen in Mainz festgestellt

Radfahrer, die über Rot fahren, Autofahrer, die Radwege zuparken und Fußgänger, die auf Radwegen laufen - bei Kontrollen am Donnerstag hat die Mainzer Polizei bei so ziemlich allen Verkehrsteilnehmern Verstöße festgestellt. Nach der bundesweiten Verkehrsaktion mit dem Motto „sicher.mobil.leben - Radfahrende im Blick“ ziehen die Einsatzkräfte am Freitag Bilanz.

„Unabhängig von der Fortbewegungsart werden in allen Gruppen auch Fehler gemacht, die zu Verkehrsunfällen führen können.“ - Rinaldo Roberto, Polizei

„Sehr viele Verkehrsteilnehmer machen alles richtig, nehmen Rücksicht und lassen Vorsicht walten“, resümiert Polizeipressesprecher Rinaldo Roberto. „Aber unabhängig von der Fortbewegungsart werden in allen Gruppen auch Fehler gemacht. Zum Teil eben auch sehr gefährliche Fehler, welche zu Verkehrsunfällen mit schwerwiegenden Verletzungen führen können." Weit über 100 Personen hat die Polizei am Donnerstag kontrolliert und viele Verstöße festgestellt.

So haben beispielsweise gleich mehrere Autofahrer mit deutlich weniger als den vorgeschriebenen 1,50 Meter Seitenabstand Radfahrer überholt oder das neue Verkehrszeichen 277.1 „Verbot des Überholens einspuriger Fahrzeuge durch mehrspurige Kraftfahrzeuge“ missachtet. Das Verkehrszeichnen befindet sich unter anderen in der Straße „Am Gautor“ und in der Elbestraße. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld von 100 Euro zahlen.

Viele Rotlichtverstöße

Auf der Radfahrstraße in Mainz-Hechtsheim kontrollierten die Einsatzkräfte drei Lkw und mehrere Autos, die die Straße unberechtigterweise als Abkürzung in den Stadtteil nutzten. Auch über rote Ampeln sind einige Verkehrsteilnehmer gefahren. Innerhalb nur einer halben Stunde sind in der Windmühlenstraße ein Autofahrer und neun Radfahrer bei Rot gefahren. In der Binger Straße waren es sogar 15 Radfahrer. Die Einsatzkräfte überprüften daraufhin die installierte Baustellenampel. Dabei wurde festgestellt, dass die Grünphase für Radfahrer nur 5 Sekunden lang andauert. Parallel fahrende Autofahrer hatten deutlich mehr Zeit. Die Radfahrer wurden deshalb lediglich ermahnt. Die Polizei hat Kontakt mit den Verantwortlichen aufgenommen, um die Programmierung der Ampel überprüfen und anpassen zu lassen.

Zahlreiche Radfahrer waren zudem auf der falschen Straßenseite unterwegs und gefährdeten dadurch sich und andere. Die jeweiligen Verstöße wurden mit 10 Euro geahndet. Auch Autos, die Radwege und Schutzsteifen zuparken, wurden häufig gesehen. Insgesamt hat die Polizei dabei 18 Verstöße festgestellt.

Autofahrer beim Telefonieren erwischt

Ein 23-Jähriger telefonierte außerdem während der Fahrt in der Holzhofstraße. Selbst als die Radstreife der Polizei in einem kurzen Moment des Haltens an seine Seitenscheibe klopfte, ließ er nicht von seinem Handy ab. Das kostet ihn ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. In der Binger Straße kam es gegen 10:20 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Ein nach rechts abbiegender Autofahrer (65) nach einem parallel fahrenden Radfahrer (30) die Vorfahrt und fuhr diesen um. Der Radfahrer wurde nur leicht verletzt. Gegen den Autofahrer wird ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Mit 81 Radfahrenden führte die Polizei außerdem Gespräche zur Verkehrssicherheit. Auch wenn es keine Verpflichtung zum Tragen eines Helmes und zu heller oder reflektierender Kleidung gibt, hoben die Einsatzkräfte die Vorteile davon hervor. Die Polizei stellte außerdem einen Trend fest: Circa ein Drittel der Radfahrer war während des Kontrolltages mit Pedelecs unterwegs.

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