Großer Warnstreik in der kommenden Woche in Mainz

Die Gewerkschaft Verdi ruft in der kommenden Woche zu einem Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. In Mainz ist eine große Demonstration geplant. Wo gestreikt wird.

Großer Warnstreik in der kommenden Woche in Mainz

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft für den kommenden Dienstag, den 10. Februar, zu einem Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder auf. Wie die Gewerkschaft mitteilt, soll in Mainz mit einer Demonstration Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde. Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde will Verdi nach eigenen Angaben ein deutliches Zeichen setzen. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro steigen. Zudem fordert Verdi die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung und eine Erhöhung der Zeitzuschläge.

„Wir streiken, weil Wertschätzung nicht aus warmen Worten besteht, sondern aus Ergebnissen am Verhandlungstisch“, betont Fabian Gödeke, Bezirksgeschäftsführer des Verdi-Bezirks Mittelrhein. „Vor der dritten Runde braucht es Bewegung, keine Ausreden.“

Der Streiktag in Mainz beginnt am Dienstagmorgen. Um 9:30 Uhr treffen sich die Streikenden am alten Postlager in der Mombacher Straße. Von dort startet um 10:30 Uhr ein Demonstrationszug in Richtung Fischtorplatz, wo um 12 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Hauptrednerin ist die Verdi-Landesbezirksleiterin Marion Paul. Bereits um 8:45 Uhr startet ein erster Zug vom Campus der Johannes Gutenberg-Universität.

Mensen und Kitas bleiben geschlossen

Der Streik hat konkrete Auswirkungen: Beim Studierendenwerk Mainz wird es nur einen Notbetrieb in der Hauptmensa geben, alle anderen Mensen bleiben geschlossen. Auch die Kitas der Studierendenwerke in Mainz und Koblenz bleiben zu. Für die Landeskrankenhäuser wurde eine Notdienstvereinbarung getroffen, um die Notfallversorgung sicherzustellen.

An dem Streik in Mainz beteiligen sich auch Beschäftigte der AOK und der Stationierungsstreitkräfte, die sich in eigenen Tarifrunden befinden. Die AOK-Beschäftigten fordern 7,5 Prozent mehr Lohn, die der Stationierungsstreitkräfte zwei Euro mehr pro Stunde.