Bundesweiter Streik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem bundesweiten Streik im Nahverkehr auf. Am Montag soll der ÖPNV in vielen Städten und Kreisen zum Erliegen kommen.

Bundesweiter Streik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr für kommenden Montag (2. Februar) zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Wie die Gewerkschaft mitteilt, ist der Aufruf Teil der aktuellen Tarifrunde, die in allen 16 Bundesländern geführt wird.

Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehören eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Von den Verhandlungen sind insgesamt fast 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben betroffen.

„Ein Angriff auf bestehende Vereinbarungen“

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagt dazu: „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck. Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden.“

Die Arbeitgeber würden in den bisherigen Verhandlungen jedoch fast jede Verbesserung verweigern. Teilweise sei sogar geplant, Belastungen zu erhöhen, etwa durch längere Schichten, kritisiert die Gewerkschaft. Behle kündigt eine „harte Runde“ an, sollte keine Bewegung in die Verhandlungen kommen.

Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Nahverkehr in den betroffenen Betrieben durch den Streik zum Erliegen kommt.

Welche Auswirkungen der Streik auf den Mainzer Bus- und Bahnverkehr hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel: