Kleinmöbel und Kleidung, Geschirr, Werkzeug, Geräte und Haushaltswaren: „Hier gibt es prinzipiell alles, was zu schade ist für die Tonne“, so beschreibt Annegret Fischer das neu eröffnete Sozialkaufhaus im Mainzer Stadtteil Weisenau. Sie ist Vereinspräsidentin des Verbraucherforums Mainz eV, das das Kaufhaus von nun an betreibt.
Auf 60 Quadratmetern können Menschen immer freitagnachmittags hier einkaufen gehen. Alle hier verkauften Dinge wurden privat gespendet. „Aber billig ist nichts davon“, so Fischer gegenüber Merkurist. Geführt wird das Kaufhaus von rein ehrenamtlich tätigen Helfern. Bereits vor der Eröffnung habe man die Sachen in mehreren Lagern gesammelt.
Einnahmen gehen in Obdachlosen-Projekt
Nun entstehe Stück für Stück die Verkaufsfläche. In Kürze würde etwa noch „hochwertige Einrichtung“ geliefert, die von einem Paar gespendet werde. „Dann können wir den Raum auch besser gestalten“, so Fischer. Gesammelt werden in Kisten vor dem Laden zudem Kronkorken, Aluminium und alte Kabel. Diese würden dann beim Schrotthändler verkauft. Geplant worden sei der Laden schon länger, nun endlich habe sich die Gelegenheit in der ehemaligen Versicherungsagentur in Weisenau ergeben.
Mit den Einnahmen will der Verein „einfache Wohnmöglichkeiten für Obdachlose“ erwerben, sagt Fischer. Konkret sollen dazu Wohncontainer aufgekauft werden. Die Flächen will der Verein von der Stadt Mainz bekommen. Unterstützen kann man das geplante Projekt auch mit einer Geldspende, die in Gutscheine umgewandelt werden können. Das Spendenkonto findet ihr auf der Webseite.
Das Sozialkaufhaus Mainz-Weisenau befindet sich in der Wassergasse 32 und hat freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.