Das steckt hinter der Aktion „Night of Light“

Deutschlandweit leuchteten am Montagabend Gebäude in rotem Licht. Dahinter steckt die Aktion „Night of Light“. Tausende Teilnehmer in ganz Deutschland wollten damit auf die schlechte Lage der Veranstaltungsbranche aufmerksam machen.

Das steckt hinter der Aktion „Night of Light“

Am Montagabend leuchtete die Mainzer Rheingoldhalle in rotem Licht. Und sie war nicht das einzige Mainzer Gebäude: Auch das Hyatt Regency, das Novotel, das Favorite Parkhotel mit der Laubenheimer Höhe und viele andere haben bei der Aktion „Night of Light“ mitgemacht. Das Ziel der knapp 8000 Teilnehmer aus ganz Deutschland: auf die schwierige Lage der Eventbranche aufmerksam zu machen. Denn durch die Corona-Krise sind für viele Veranstalter ein Großteil der Aufträge weggebrochen — Feiern wurden abgesagt und Großveranstaltungen sind noch bis Ende Oktober verboten (wir berichteten).

Schlechte Lage für die Branche

Wie schlecht es um die Brache steht, erzählt Masha Bertram. Sie ist Auszubildende bei G&S Eventservice in Ockenheim. Auch ihr Ausbildungsbetrieb hat bei der Aktion mitgemacht. „Der Eventbranche geht es sehr schlecht. Es ist ein Kampf, von der Politik Hilfe zu bekommen.“ Ihr Chef versuche, keinem der Mitarbeiter zu kündigen. Wegen der aktuellen Krise sei das aber nicht so einfach. „Hinter der Aktion stecken Eventagenturen, die sich zusammengeschlossen haben. Wir haben viele Gebäude in Ockenheim rot angeleuchtet, aber auch eine Bühne, eine Hüpfburg und ein Karussell aufgestellt. Damit wollten wir zeigen, dass gerade alles stillsteht“, erzählt Bertram.

Sie freut sich darüber, wie groß die Aktion in ganz Deutschland geworden ist. „Sonst ist jede Firma immer eher für sich. Deshalb ist es schön zu sehen, dass alle zusammen etwas unternehmen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.“

So wie ihrem Unternehmen geht es Veranstaltern gerade nicht nur in Mainz und der Region, ganz Deutschland ist betroffen. In einer Pressemitteilung von Mainzplus Citymarketing heißt es dazu: „Mit der „Night of Light“ rufen die Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft zu einem Dialog mit der Politik auf, um Lösungen und Wege aus der Krise zu entwickeln.“

Das rote Licht spielt dabei eine besondere Rolle: „Durch das Medium Licht sollte der Wirtschaftszweig der Veranstaltungsbranche in seiner Gänze sichtbar gemacht werden - einer Branche, die über 150 Gewerke und Disziplinen umschließt und daher über keine einheitliche Lobby verfügt, obwohl sie in ihrer Gesamtheit hinsichtlich Beschäftigungszahlen und Umsatz unter die Top 3 Branchen in Deutschland rangiert.“ (ab)

Logo