Warum ein mobiler Freizeitpark am Mainzer Rheinufer keine Chance hat

Während in einigen Städten rund um Mainz aktuell ein mobiler Freizeitpark unterwegs ist, müssen die Mainzer selbst auf eine solche Veranstaltung verzichten. Woran das liegt und auf was die Mainzer vielleicht noch hoffen können.

Warum ein mobiler Freizeitpark am Mainzer Rheinufer keine Chance hat

In Mainz ist der mobile Freizeitpark auf dem Messegelände Hechtsheim im letzten Jahr gescheitert. Doch in kleineren Orten im Landkreis Mainz-Bingen läuft der Freizeitpark aktuell recht erfolgreich. Nachdem er zuletzt in Heidesheim gastierte, hat er in dieser und der kommenden Woche seine Buden und ein Riesenrad in Nierstein geöffnet (wir berichteten). Viele fragen sich jetzt, warum man einen solchen mobilen Freizeitpark nicht am Mainzer Rheinufer aufbauen kann.

Was dagegen spricht

Ausrichter des gerade im Mainzer Umland gastierenden Freizeitparks sind die Mainzer Schausteller. Deren erster Vorsitzender Marco Sottile zieht bisher eine positive Bilanz für die zurückliegenden Wochen. „Wir sind sehr zufrieden, die Besucher nehmen den Freizeitpark gut an.“ Man habe gemerkt, dass die Leute glücklich sind über so eine Veranstaltung. „Die Erwartungen der Besucher, etwas zu erleben, sind da.“ Auch wenn der Freizeitpark ein anderes Flair habe als eine Kerb“, erklärt Sottile.

Dass der mobile Freizeitpark auch am Mainzer Rheinufer gastieren könnte, dafür sieht Sottile im Moment aber keine Chance. Das gehe aus bestimmten Gründen nicht, sagt der Schausteller im Gespräch mit Merkurist. Das Problem sei, dass dort der europäische Radweg entlangführt, weswegen man das Gelände dort nicht einzäunen kann. Der andere Punkt sei, dass man die Fläche dort auch für Anwohner freihalten müsse und sie nicht einfach sperren könne. Eine Umzäunung sei aber für einen solchen Park Voraussetzung - zusätzlich zu einer temporären Besucherobergrenze und einem Hygienekonzept.

Hoffnung auf einen Mainzer „Rheinherbst“

Ganz verzichten müssen die Mainzer allerdings nicht auf einen solchen Freizeitpark - zumindest nicht die Anwohner, die außerhalb der Innenstadt wohnen. Wie Sottile sagt, werde der Freizeitpark auch wieder in Mombach vor Ort sein. „Heute wurde beschlossen, dass er dort vom 20. bis 29. August stattfinden kann.“ Gerne würden die Schausteller auch in Gonsenheim beim Kürbisfest mit dabei sein oder auch wie im letzten Jahr in Laubenheim, doch man müsse immer von Woche zu Woche planen und auf die Inzidenzwerte achten, so Sottile. Ab einem Wert von über 50 stelle sich die Frage wohl nicht mehr.

Wenn die Inzidenzwerte allerdings weiterhin relativ niedrig bleiben sollten, dann könne er sich demnächst auch noch eine ganze andere Veranstaltung vorstellen. „Vielleicht haben wir ja das Glück und können zum Herbst hin eine Messe ausrichten, eine Art ‘Rheinherbst’, hofft Sottile. Das Gelände solle dabei dann nicht eingezäunt sein. Eine solche Veranstaltung dürfte auch im Interesse der Stadt Mainz sein, so Sottile.

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