Mainzer Weihnachtsmarkt: 2G oder 3G? Das sagen die Schausteller

In einem Monat ist der Mainzer Weihnachtsmarkt bereits gestartet. Auf dem Markt-Gelände gilt dann die 3G-Regelung. Die Mainzer Schausteller blicken zuversichtlich auf die Veranstaltungen und sind für eine Maßnahme besonders dankbar.

Mainzer Weihnachtsmarkt: 2G oder 3G? Das sagen die Schausteller

Wenn Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am 25. November den Mainzer Weihnachtsmarkt eröffnet, dann sind zwei Jahre Glühwein-Durststrecke beendet. Nachdem die Veranstaltung 2020 corona-bedingt ausfallen musste, dürfen die Mainzer das vorweihnachtliche Flair in diesem Jahr mit der 3G-Regelung genießen.

So sieht es bei den Standmieten aus

Im Vergleich zu den vorangegangenen Weihnachtsmärkten soll es 2021 eine „Entzerrung“ der Standplätze geben. Dafür wird die Fläche für den Weihnachtsmarkt im Innenstadtbereich erweitert (wir berichteten). Zudem kommen wieder „Zufahrtsschutz“-Maßnahmen zum Einsatz, die verhindern sollen, dass Fahrzeuge in den Fußgängerbereich fahren können. Außerdem soll die generelle Sicherheit auf Markt durch Videoüberwachung gewährleistet werden. Für eine weitere Maßnahme sind die Mainzer Schausteller dann Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) besonders dankbar: Nach zwei Jahren mit kaum Einnahmen für die Schausteller verzichtet die Stadt weitestgehend auf hohe Standmieten und reduziert diese um 75 Prozent.

Wie der Vorsitzende der Mainzer Schausteller, Marco Sottile, gegenüber Merkurist sagt, helfe dies den Schaustellern ungemein. Für diese Ersparnis danke er Dezernentin Matz und der Stadt. Doch nicht nur deshalb blicken die Schausteller optimistisch auf die Veranstaltung. „Wir sind alle überglücklich, dass der Weihnachtsmarkt in relativ normaler Form und ohne Einschränkungen stattfinden kann.“ Nun seien er und seine Kollegen gespannt, wie die Bevölkerung den Markt annimmt, so Sottile. „Man hört aber jetzt schon, dass alle voller Erwartungen sind.“

Die Diskussion um 2G oder 3G als Zugangskriterium zur Veranstaltung bewertet Sottile differenziert. „Jeder, der sich impfen lassen will, hatte inzwischen ausreichend Möglichkeiten, dies auch zu tun“. Wer sich jedoch nicht impfen lassen wolle, der müsse eben einen entsprechenden Nachweis erbringen, um den Markt zu besuchen. Das sei jedem selbst überlassen, sagt Sottile. Er finde es aber toll, dass auf dem Weihnachtsmarkt nicht in zwei Klassen eingeteilt wird und mit der 3G-Regelung jeder die Chance hat, die Veranstaltung zu besuchen.

So steht es um das Weihnachtsdorf

Für Lisa Spinnler und ihre Familie wird der Weihnachtsmarkt zur Herausforderung. Die Spinnlers betreiben einen großen Grillstand am Dom – zudem das Weihnachtsdorf am Liebfrauenplatz. Während auf dem Weihnachtsmarktgelände die 3G-Regel gilt, gilt auf dem abgesperrten Gelände des Weihnachtsdorfes eine 2G-Plus-Regelung. Von der einen Seite kommen also die regulären Weihnachtsmarktbesucher an den Stand der Spinnlers, von der anderen Seite dann die Besucher des Weihnachtsdorfes. Wegen der unterschiedlichen Regelungen auf den jeweiligen Seiten müssen die Kunden voneinander getrennt werden. „Normalerweise können die Kunden unseren Stand von allen Seiten erreichen und dort ihr Essen bestellen. Wegen Corona müssen wir aber streng sein und auf eine einzige Schlange bestehen“, erklärt Spinnler. Das werde in jedem Fall für längere Wartezeiten sorgen. Auch das Personal im Stand mussten die Spinnlers zur Sicherheit auf ein Minimum reduzieren.

Während in den Jahren vor der Pandemie die Reservierungen für das Weihnachtsdorf schon ab September von den Spinnlers entgegengenommen wurden, verzögerte sich in diesem Jahr alles. „Wir wussten ja lange Zeit nicht, wie der Weihnachtsmarkt stattfinden kann“, so Spinnler. Daher nimmt die Familie die Reservierungen nun erst ab dem 1. November online entgegen. Obwohl die kommenden zwei Monate für ihre Familie arbeitsreich werden, freut sich Lisa Spinnler dennoch: „Nach einem Jahr ohne Weihnachtsmarkt finden wir es sehr schön, endlich wieder loslegen zu können.“

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