Mann (24) wegen tödlichen Schlags in Mainz zu langer Haft verurteilt

Verurteilter stand zum Tatzeitpunkt unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Mann (24) wegen tödlichen Schlags in Mainz zu langer Haft verurteilt

Ein 24-jähriger Mann ist am Dienstag vor dem Gericht in Mainz zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Der 24-Jährige war zuvor der Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt worden. Das Gericht sah es nun als erwiesen an, dass er im Oktober 2020 einen Mann (46) am Mainzer Hauptbahnhof geschlagen hatte. Das Opfer fiel daraufhin rückwärts um und schlug mit dem Schädel auf dem Boden auf. Die Verletzungen, die sich der 46-Jährige zuzog, waren letztlich so schwer, dass er verstarb.

Strafmildernd werteten die Richter, dass der Angeklagte seit Jahren alkohol- und drogenabhängig war. Auch zum Tatzeitpunkt soll er nur eingeschränkt handlungsfähig gewesen sein. Der Verteidiger des obdachlosen Mannes hatte zuvor erklärt, dass sein Mandant zu dem stehe, was ihm vorgeworfen werde. Jedoch könne er sich nicht mehr an die Tat selbst erinnern. Er habe durch die Einnahme von Alkohol und Drogen einen „Filmriss“ gehabt.

Mit seiner Entscheidung, den 24-Jährigen zu sechs Jahren Haft zu verurteilen, blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von acht Jahren forderte, während der Verteidiger des 24-Jährigen fünf Jahre beantragt hatte.

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