Flüchtlings-Vergleich: Publizist schießt gegen Mainzer Bundestagsabgeordnete

Waren Jesus, Maria und Josef Flüchtlinge? Das zumindest erklärte die Mainzer Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich (CDU) kürzlich in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Publizist Henryk M. Broder hält dagegen und schießt scharf gegen sie.

Flüchtlings-Vergleich: Publizist schießt gegen Mainzer Bundestagsabgeordnete

Holocaust, Terror, Flüchtlingspolitik: Der Publizist Henryk M. Broder streitet immer wieder über heikle Themen. Dabei richtet er gerne scharfe Worte an Kontrahenten, die seine Meinung nicht teilen. Vor wenigen Tagen griff Broder die Mainzer Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich (CDU) an.

„Christentum und Botschaft des Neuen Testaments beginnen und beruhen auf einer Flüchtlingsgeschichte...“ Ursula Groden-Kranich (CDU)

Der Grund: Sie behauptete in einer Aktuellen Stunde im Bundestag, Jesus, Maria und Josef seien Flüchtlinge gewesen. Im Wortlaut sagte Groden-Kranich: „Maria und Josef waren Flüchtlinge, Jesus war ein Mensch, der als Flüchtlingskind geboren wurde… Christentum und Botschaft des Neuen Testaments beginnen und beruhen auf einer Flüchtlingsgeschichte...“

„Dummerweise wird die Geschichte in den Evangelien etwas anders erzählt.“ - Henryk M. Broder

Eine Aussage, die Henryk M. Broder so nicht stehen lassen will. In einem Beitrag im Blog „Die Achse des Guten“ schrieb er: „Dummerweise wird die Geschichte in den Evangelien etwas anders erzählt.“ Es sei weder von Flüchtlingen noch von Geflüchteten die Rede. „Josef und seine schwangere Verlobte Maria machten sich auf den Weg nach Bethlehem, um an einer Volkszählung teilzunehmen, die der römische Kaiser Augustus angeordnet hatte.“

Weiter teilt Broder aus: „Wären Maria, Josef und Jesus Flüchtlinge gewesen, hätte sich längst die UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) ihrer angekommen und nicht eine unbedarfte und überforderte CDU-Abgeordnete, die in der nächsten Aktuellen Stunde zum Thema offene Grenzen in Europa darüber sprechen wird, wie Hannibal mit seinen Elefanten zuerst über die Alpen und danach den Kürzeren zog.“

Ursula Groden-Kranich war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. Wenn diese kommt, reichen wir sie nach. (rk)

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