Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer sich wie in Frankreich oder Italien fühlen will, muss die Stadtgrenzen gar nicht verlassen. Im ersten Teil unserer Serie stellen wir euch Orte in Mainz vor, die an Ausland erinnern.

Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer in Mainz wohnt, muss eigentlich gar nicht verreisen. Denn an vielen Stellen erinnert Mainz an Städte im Ausland. Das liegt zum einen an der wechselvollen Geschichte der Stadt, zum anderen daran, dass einige Bauwerke bewusst nachgebaut wurden. Wir stellen euch drei Orte in Mainz vor, die sich ein bisschen wie Ausland anfühlen.

Altstadt wie Straßburg

Die Mainzer und die Straßburger Altstadt ähneln sich ziemlich. Die „Bild“-Zeitung schrieb sogar von „Zwillingsstädten“. „Die Altstadt, insbesondere der idyllische Kirschgarten, könnte auch im Elsass, in Straßburg, liegen. Während der französischen Besetzung um 1800 hieß das Plätzchen tatsächlich ‘Jardin des cerisiers’.“

Auch Johannes Gutenberg spielt in Straßburg eine große Rolle. Bevor der Mainzer mit seinem modernen Buchdruck die Welt revolutionierte, verbrachte er einige Zeit in Straßburg. Schon 1458 gab es in Straßburg die erste Druckerei. Die Straßburger dankten es ihm mit einem zentralen Platz: Auf dem Place Gutenberg befindet sich genau wie in Mainz eine Gutenberg-Statue.

Kirche wie in Paris

Doch auch Frankreichs Hauptstadt findet man in Mainz wieder. Die Kirche St.Ignaz (18. Jahrhundert) ähnelt nicht nur zufällig der Pariser Pfarrkirche Saint-Gervais-Saint-Protais. So wurde die Sandsteinfassade dem französischen Vorbild aus dem frühen 17. Jahrhundert nachgebildet.

Die Kuppel der Christuskirche

Auch die Christuskirche in der Mainzer Neustadt ist ein ungewöhnlicher Bau in Mainz. Die evangelische Kirche, die um 1900 erbaut und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, fällt besonders mit ihrer 80 Meter hohen Kuppel auf. Der Architekt Eduard Kreyßig hatte den Bau im Stil der italienischen Hochrenaissance entworfen — Vorbild war die Kuppel des Petersdoms in Rom.

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