4 Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer sich wie in Italien, Israel oder Warschau fühlen will, muss die Stadtgrenzen gar nicht verlassen. Im dritten Teil unserer Serie stellen wir Euch weitere Orte in Mainz vor, die an Ausland erinnern.

4 Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Eine Kirche wie in Paris, die Altstadt wie in Straßburg und Monaco-Feeling am Winterhafen: Im ersten und im zweiten Teil unserer Serie haben wir Euch bereits mehrere Orte in Mainz vorgestellt, die an Plätze oder Gebäude im Ausland erinnern. Die Ähnlichkeiten liegen zum einen an der wechselvollen Geschichte der Stadt, zum anderen daran, dass einige Bauwerke bewusst nachgebaut wurden. Jetzt stellen wir Euch vier weitere Orte in Mainz vor, die sich wie Ausland anfühlen.

Italien in Weisenau

Der Mainzer Stadtteil Weisenau, ein ehemaliges Fischerdorf, hat ohnehin etwas Südländisches. Besonders italienisch wird es dann auf dem Weg zur katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt durch die Jakob-Sieben-Straße.

In dem kurzen Bergaufstück erinnert die enge Gasse mit dem leicht verfallenen Charme ein wenig an sizilianische Dörfer. Am Meer liegt Weisenau leider nicht - dafür immerhin am Rhein. Noch mehr Italien-Flair strahlt übrigens die Baentschstraße in Hartenberg-Münchfeld aus (siehe Teil 1).

Markthäuser die Zweite

Die Markthäuser gegenüber dem Mainzer Dom erinnern nicht nur an den Grote Markt in der belgischen Stadt Brügge (siehe Teil 2). Wie „Dasding“ in einem Instagram-Post im August deutlich machte, ähneln die Mainzer Markthäuser auch dem Altstadtmarkt in Warschau. Der alte Warschauer Marktplatz wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, im Jahr 1953 wurde die wiederaufgebaute Altstadt feierlich eröffnet. Die Häuser erhielten weitgehend das originalgetreue Aussehen - auch eine Parallele zu Mainz.

Denn im Zweiten Weltkrieg waren die historischen Mainzer Markthäuser ebenfalls zerstört worden. Doch anders als in Warschau wurden sie zunächst durch eher trostlose Bauten ersetzt. Erst um die Jahrtausendwende bis 2008 rekonstruierte man die nördliche Häuserzeile.

Chagall-Fenster nicht nur in Mainz

Tudeley (England), Jerusalem (Israel), Mainz. Was haben diese Orte gemeinsam? In allen drei Orten hat der Ausnahmekünstler Marc Chagall (1887 - 1985) seine Spuren hinterlassen. Jeder Mainzer kennt die beeindruckenden Chagall-Fenster in der St.-Stephans-Kirche, doch auch in Tudeley und Jerusalem findet man ähnliche Kunstwerke.

In der hauseigenen Synagoge des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem befinden sich die berühmten zwölf Fenster von Chagall, die die zwölf Stämme des Volkes Israel und gleichzeitig die zwölf Söhne Jakobs darstellen.

Den kleinen Ort Tudeley in der englischen Grafschaft Kent kennt man überhaupt erst wegen der Chagall-Fenster in der Dorfkirche All Saints Church. Die letzten der insgesamt zwölf Fenster wurden erst im Todesjahr Chagalls (1985) eingesetzt.

Flamingos im Stadtpark

Flamingos kommen in Südamerika vor, in Südeuropa und in weiten Teilen Afrikas - meistens dort, wo es schön und warm ist. Schön ist es auch in Mainz, warm aber nicht immer. Dennoch sorgt das Gartenamt der Stadt dafür, dass auch Mainz seine Flamingos hat.

Der Flamingoweiher im Stadtpark besteht aus einer großen Teichanlage und einem Futterplatz. Im Winter werden die Flamingos im Vogelhaus untergebracht, Sommer und Herbst verbringen sie im Weiher - und beeindrucken Einheimische und Touristen. (pk)

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