Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: So ist der Stand

Tote, Vermisste, eingestürzte Häuser

Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: So ist der Stand

Große Teile von Rheinland-Pfalz sind durch extreme Niederschläge von einer verheerenden Unwetterkatastrophe heimgesucht worden. Wie die Staatskanzlei am Freitagmorgen mitteilt, haben bisher mehr als 50 Menschen ihr Leben verloren. Viele gelten noch als vermisst. Hunderte mussten gerettet werden, viele haben ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Infrastruktur in zahlreichen Kommunen ist zerstört.

Besonders stark von der Naturkatastrophe betroffen ist der Landkreis Ahrweiler. Rund 1300 Menschen würden laut Kreisverwaltung derzeit vermisst, wie die „Bild“ berichtet. Innenminister Roger Lewentz (SPD) wolle die Zahl aktuell aber nicht bestätigen. Beim Leerpumpen von Kellern stoße man immer wieder auf Menschen, die ihr Leben gelassen haben, sodass über die abschließende Zahl noch nichts gesagt werden könne. „Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen. Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst haben bereits Enormes geleistet“, so Lewentz.

Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilt, sind bereits mehrere Häuser eingestürzt sowie viele weitere einsturzgefährdet. Nach wie vor seien viele Straßen im Kreisgebiet gesperrt und teilweise unpassierbar. Die Polizei bittet dringend darum, dass das betroffene Gebiet weiträumig umfahren wird. Rettungs- und Bergungskräfte sind immer noch im Einsatz. „Haltet euch vom Katastrophengebiet fern! Ihr bringt Euch sonst selbst in Gefahr und blockiert Rettungswege“, appeliert die Polizei Koblenz zudem auf Twitter.

Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist von den Entwicklungen schockiert. „Es ist eine Katastrophe. Es gibt Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr sind. Alle Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz und riskieren ihr eigenes Leben. Mein Mitgefühl gilt den Opfern der Hochwasserkatastrophe.“ Im ZDF-Morgenmagazin sprach Dreyer davon, dass das Leid immer weiter zunehme. Am Mittag will Dreyer dann bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Entwicklung berichten.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet indes für den heutigen Freitag vor allem im Saarland und Rheinland-Pfalz örtliche Gewitter. Bevorzugt im Südosten von Rheinland-Pfalz örtlich auf sehr kleinem Raum könne auch heftiger Starkregen und damit erneutes Unwetter nicht ausgeschlossen werden.

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