Erste Ermittlungsergebnisse zu „Polizei-Party“ an Stadt übergeben

Gespräche mit betroffenen Beamten laufen weiter

Erste Ermittlungsergebnisse zu „Polizei-Party“ an Stadt übergeben

Das Polizeipräsidium Mainz hat erste Ermittlungsergebnisse zur ausgearteten Polizistenfeier am vergangenen Montag in der Mainzer Altstadtkneipe „Zum Heringsbrunnen“ an die Stadt Mainz übergeben.

Wie die Polizei Mainz erklärt, würden die Untersuchungen zum Vorfall weiter unter Hochdruck vom Polizeipräsidium Mainz und dem städtischen Ordnungsamt fortgeführt. Bei den übermittelten Ermittlungsergebnissen handelt es sich zunächst um Namen von bisher insgesamt 36 Polizeibeamten, die sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Gaststätte aufgehalten haben. Davon waren 23 unmittelbar an diesem Abend schon namentlich bekannt, 13 weitere haben sich mittlerweile über ihre Dienststellen gemeldet.

Zudem hat das Polizeipräsidium Mainz gegen die betroffenen Polizeibeamten ein disziplinarrechtliches Prüfverfahren eingeleitet. Dieses muss aus formellen Gründen bis zum Abschluss der Ermittlungen im bereits laufenden Bußgeldverfahren der Stadt Mainz ausgesetzt werden.

Am Montag (25. Mai) wurden zudem Gespräche mit den beteiligten Beamten fortgeführt. Polizeipräsident Reiner Hamm sagte erneut, es sei nicht akzeptabel, dass offensichtlich eine kleine Gruppe Polizeibeamter das gute Ansehen der Mainzer Polizei mit diesem nicht zu tolerierenden Verhalten schädige.

Hintergund

Am 18. Mai hatten mehrere Polizisten in der Mainzer Altstadt-Kneipe „Zum Heringsbrunnen“ gefeiert – ohne ausreichenden Abstand und Mundschutz. Nach mehreren Anrufen von Zeugen bei der Polizei löste eine Streifenwagenbesatzung die Party gegen 23 Uhr auf. (js)

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