Außengastronomie darf ab Montag öffnen

Weitere Lockerungen werden verschoben

Außengastronomie darf ab Montag öffnen

Die Außengastronomie in Rheinland-Pfalz darf ab kommendem Montag (22. März) wieder öffnen - in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Freitag mit.

Sowohl Mainz (61,3) als auch der Landkreis Mainz-Bingen (43,5) liegen aktuell (Stand 19. März) deutlich unter dem Wert von 100. Demnach darf hier die Außengastronomie öffnen. Allerdings unter strengen Auflagen: So müssen die Gäste einen gültigen negativen Test vorlegen. Zudem gilt auch hier die Kontaktbeschränkung von zwei Haushalten und höchstens fünf Personen (Kinder ausgenommen). Die Maske (medizinisch oder FFP2) darf erst am Tisch abgenommen werden. Es besteht weiterhin die Pflicht zur Kontakterfassung sowie zur Steuerung des Zutritts über eine Vorausbuchung.

Kinos und Theater bleiben zu

Weitere Lockerungen, die im vierten Öffnungsschritt vorgesehen waren, werden allerdings nicht in Kraft treten. Theater, Kinos und Sportstätten müssen vorerst geschlossen bleiben. „Nächste Woche werden wir entscheiden: Was ist dort machbar?“, so Dreyer. „Wir haben uns erst einmal auf den Außenbereich fokussiert.“ Man sei derzeit in einer Situation, in der die Corona-Zahlen deutschlandweit und in Rheinland-Pfalz ansteigen. Jeglicher Kontaktsport innen wie außen für Personen über 14 Jahren bleibt untersagt.

Eine kleine Lockerung gibt es ab Montag im Einzelhandel: Das Termin-Shopping ist in Kreisen mit einer Inzidenz von unter 100 nun auch mit spontanem Termin möglich. „Man kann dann auch spontan fragen: ‘Kann ich in den nächsten zehn Minuten reinkommen?’“, so Dreyer.

Kommunen können Konzepte erarbeiten

In der kommenden Woche wolle man mit den Kommunen beraten, wie man in Modell-Kommunen und –Landkreisen „durch schlüssige Test- und Nachverfolgungskonzepte einzelne behutsame Öffnungen ermöglichen“ könnte. In engen Grenzen könnte es Ausnahmen geben, wenn der Inzidenzwert unter 100 liegt und ein lückenloses Test- und Kontakterfassungssystem vorliege. Interessierte Kommunen können Konzepte erarbeiten.

Zudem gebe es weiterhin die Notbremse, wenn die Inzidenz über 100 steigt. „Dann gelten wieder die Regeln des Shutdowns vor dem 8. März“, so Ministerpräsidentin Dreyer. Das bedeute zum Beispiel, dass im Einzelhandel außerhalb des täglichen Bedarfs nur eingeschränktes Terminshopping möglich ist, dass körpernahe Dienstleistungen nicht mehr erlaubt sind: Ausnahmen gelten nur für hygienisch oder medizinisch notwendige Dienstleistungen und für Friseurbesuche. Zudem wird bei einer Inzidenz von über 100 die Kontaktbeschränkung wieder auf einen Hausstand plus einer Person verschärft und es gilt eine Ausgangsbeschränkung in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr.

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