Hier können Mainzer nackt baden

Nackt schwimmen - ganz ohne Badehose und Bikini: Das ist normalerweise auch rund um Mainz legal möglich. In Zeiten von Corona müssen auch hier besondere Regeln eingehalten werden.

Hier können Mainzer nackt baden

„(Bade-)Hose runter, trallala - das ist FKK“: So einfach, wie es in einem alten Hit der „Doofen“ heißt, lieben es auch viele Deutsche. Das textilfreie Baden ist aber nur an ausgewählten Orten gestattet - und die liegen nicht in Mainz.

Denn hier ist es aktuell nicht legal möglich, am Rhein oder in Seen zu baden. „Am Rheinstrand gibt es keine FKK-Zonen“, erklärte eine Sprecherin der Mainzer Polizei schon vor längerer Zeit gegenüber Merkurist. Wer also legal unter freiem Himmel ohne Badehose und Bikini baden möchte, muss raus aus Mainz und dabei ein bisschen Fahrzeit in Kauf nehmen.

FKK-Bereiche an Seen

So dauert es etwa 30 Minuten, bis man den Raunheimer Waldsee erreicht, der östlich von Mainz liegt. Dort gibt es eine ausgewiesene FKK-Zone. Seit der Neueröffnung im Sommer 2018 bietet der „Pinta Beach – Raunheimer Waldsee“ rund 2000 Quadratmeter Fläche für Freikörperkultur. Doch zumindest in diesem Jahr haben FKK-Anhänger dort keine Möglichkeit, textilfrei zu baden. Wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen ist es allerdings nötig, vorher online ein Ticket für den Besuch zu kaufen.

Einen Nacktbadebereich hat auch der Langener Waldsee, der mit insgesamt 58 Hektar die größte Wasserfläche im Rhein-Main-Gebiet ist. Hier müssen die Mainzer noch etwas länger fahren – etwa 35 bis 40 Minuten mit dem Auto. Am Nordufer hat das Strandbad eine sehr große textilfreie Zone. Doch aktuell können sich Mainzer FKK-Freunde auch hier die Anfahrt sparen. Denn „das Strandbad am Langener Waldsee ist bis auf Weiteres geschlossen“, heißt es auf der Webseite der Stadt Langen.

Einen FKK-Bereich gibt es ebenfalls am Badesee Walldorf (35 Minuten von Mainz entfernt) und auf der Rheininsel Langenau (30 Minuten) in der Nähe von Trebur. In Langenau gibt es einen ausgewiesenen FKK-Bereich: die Ponderosa des Naturistenbundes Rhein-Main. Doch auch an diesen beiden Standorten ist es aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich zu baden. „Bitte habt Verständnis dafür, dass wir - trotz der allgemeinen Lockerungen - bis auf Weiteres keine Gäste empfangen und keine Neumitglieder aufnehmen, schreibt der Naturistenbund auf seiner Seite.

FKK in Bädern und Thermen

Ein letzte Möglichkeit, doch noch nackt baden zu können, bietet sich für FKK-Liebhaber in den Bädern und Thermen nahe Mainz. In Mainz selbst konnte man früher im Taubertsbergbad textilfrei baden. Doch das ist schon einige Jahre nicht mehr möglich. Auch im nahegelegenen Wiesbaden ist es aktuell sehr schwierig FKK legal nachgehen zu können. In den Schwimmbädern, die alle von „Mattiaqua“ betrieben werden, ist das Nacktschwimmen nicht möglich.

„Einen abgetrennten FKK-Bereich gibt es zwar im Kallebad – allerdings kann man sich dort nur sonnen, nicht baden“, sagt ein Mattiaqua-Sprecher. Nacktbaden sei also nur in den Thermen möglich, etwa in der Kaiser-Friedrich-Therme, wo es für die Saunagäste ein 15 Meter langes Becken gibt. Allerdings ist auch die Kaiser-Friedrich-Therme aufgrund der aktuellen Situation noch bis auf Weiteres geschlossen. (df)

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