Wie gut ist das Krankenhausessen?

Krankenhausessen hat nicht den besten Ruf. Doch wie viel gibt beispielsweise die Mainzer Universitätsmedizin pro Tag für das Patientenessen aus? Und werden auch Extrawünsche erfüllt?

Wie gut ist das Krankenhausessen?

Als Merkurist-Leserin Caro kürzlich in der Mainzer Uniklinik stationär behandelt wurde, schmeckte ihr das überhaupt nicht. Nicht die Behandlung war es, die ihr nicht gefiel, sondern das Essen. In ihrem Snip schreibt sie: „Zwei trockene Scheiben Brot, Schmelzkäse und Obstsalat aus der Dose! Das Patientenessen in der Uniklinik!“ Klar ist: Nicht jedes Menü trifft jeden Geschmack. Doch wie viel gibt die Uniklinik für das Patientenessen aus? Und welche Portionen kommen auf die Teller?

Rund 1600 Patienten werden pro Tag von der Großküche der Mainzer Uniklinik mit Mahlzeiten versorgt. Universitätsmedizin-Sprecher Oliver Kreft erklärt gegenüber Merkurist: „Für jeden dieser Patienten steht täglich eine Verpflegungspauschale in Höhe von rund 4,62 Euro zur Verfügung.“ Mit diesem Betrag werden unterschiedlichste Mahlzeiten finanziert. Wichtig dabei ist, dass sie zusammengenommen dem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Tagesbedarf von circa 1800 Kilokalorien pro Tag entsprechen. Konkret bedeutet das: mal fällt das Frühstück üppiger aus, mal das Mittagessen.

Großküche flexibel

„Generell ist es der Universitätsmedizin Mainz ein Anliegen, ihre Patienten möglichst ausgewogen und nahrhaft zu versorgen. Denn nicht nur die medizinische Versorgung unserer Patienten ist uns wichtig, sondern auch ihre Ernährung liegt uns am Herzen“, sagt Kreft. Für die Küche der Universitätsmedizin bedeutet das eine Menge an unterschiedlichen Essens-Varianten. „Die Großküche berücksichtigt dabei etwaige Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Diätwünsche“, so Kreft. Sollte ein Patient also auf eine spezielle Ernährungsform angewiesen sein, kann das Personal darauf eingehen.

Übrigens: Viele Merkurist-Leser teilen Caros Ansichten zum Essen in der Universitätsklinik nicht. Im Gegenteil. Einige berichten sogar davon, gute Erfahrungen mit dem Klinikessen gemacht zu haben.

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