Wie Clubs aus Mainz und Wiesbaden die regionale Club-Kultur retten wollen

Das Format „United We Stream“ will die Club-Kultur in Zeiten von Corona retten - mit DJ-Livestreams und Spendenaktionen. Seinen Ursprung hat die Aktion in Berlin, jetzt schließen sich auch Clubs aus dem Rhein-Main-Gebiet zusammen.

Wie Clubs aus Mainz und Wiesbaden die regionale Club-Kultur retten wollen

Seit Mitte März bleiben die Tanzflächen in Clubs und Diskotheken leer — Grund dafür ist die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Abstandsregeln, die die Ausbreitung des Virus verlangsamen sollen. Nicht nur Clubs in Mainz und Wiesbaden bereitet die mittlerweile rund zwei Monate andauernde Schließung große Probleme. Zwar darf die Gastronomie nach und nach unter Auflagen wieder Gäste empfangen, für Diskotheken gibt es dagegen keine Perspektive zur Öffnung.

Um die Ausgehkultur im Rhein-Main-Gebiet zu erhalten und Clubs in Not zu helfen, haben sich nun verschiedene Clubs aus der Region zusammengeschlossen — mit dabei sind unter anderem der Wiesbadener Schlachthof sowie der Bellini-Club und das „Roof 175“ aus Mainz. Mit „United We Stream Frankfurt Rhein-Main“ wollen die bislang elf Clubs DJ-Sets, Konzerte und mehr live übertragen und nebenbei Spenden sammeln. Die gesamte Spendensumme fließt dabei in einen regionalen Clubkultur-Pool und wird nach einem von einer Jury festgelegten Schlüssel unter den teilnehmenden Clubs verteilt.

„Ein großer digitaler Liveclub“

„Unsere Livebühnen und Musikclubs sind zur Sicherung ihres Bestehens dringend auf eine breite Unterstützung angewiesen.” - Matthias Morgenstern, Vorsitzender „Clubs am Main“

Vorbild des Rhein-Main-Projekts ist „United We Stream“ aus Berlin, das kurz nach Beginn der Corona-Maßnahmen im März gegründet wurde und mittlerweile Ableger in verschiedenen Städten und Ländern hat. Im Rhein-Main-Gebiet wird die Aktion von „Clubs am Main“, einem Netzwerk für Veranstaltungs- und Clubkultur rund um Frankfurt, organisiert und von der Stadt Frankfurt unterstützt. „Unsere Livebühnen und Musikclubs sind zur Sicherung ihres Bestehens dringend auf eine breite Unterstützung angewiesen, damit diese Kulturorte uns auch nach der Pandemie erhalten bleiben”, so Matthias Morgenstern, Vorsitzender von „Clubs am Main“. „Wir erklären uns solidarisch, indem wir in der Region Frankfurt/Rhein-Main gemeinsam einen großen digitalen Liveclub gründen und diesen zu unserem Publikum nach Hause bringen.“

Starten wird der Rhein-Main-Ableger von „United We Stream“ am Mittwoch, 20. Mai, mit einem Stream aus dem Frankfurter Club „Tanzhaus West“. Den ersten Stream aus Mainz gibt es am Freitagabend ab 19 Uhr. Dann legen Flo Diefenbach, F-Rontal und DeGuzman im „Roof 175“ auf. Zuschauer können die Streams sowohl auf der Website und auf der Streaming-Plattform Twitch als auch auf den Social-Media-Kanälen der jeweiligen Clubs verfolgen.

Weitere Infos zum Projekt und Streaming-Programm findet Ihr auf der Website von „United We Stream Frankfurt Rhein-Main“. (df)

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