Was hinter der Gutenberg-Gesundheitsstudie steckt

Keine „freiwilligen“ Teilnehmer

Was hinter der Gutenberg-Gesundheitsstudie steckt

Die Gutenberg-Gesundheitsstudie (GHS) ist eine der größten lokalen Gesundheitsstudien der Welt und wird an der Unimedizin Mainz durchgeführt. 2007 startete die Studie, jetzt läuft die zweite Phase an. Im Fokus der Studie stehen umfassende Untersuchungen zu Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch zu Krebs- und Augenerkrankungen, Erkrankungen des Immunsystems, des Stoffwechsels und der Psyche, sowie seit 2017 auch Untersuchungen der Haut und des Gehörs.

Über 15.000 Menschen aus Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen zwischen 35 und 74 Jahren wurden seit 2007 bereits in die Studie aufgenommen. Aktuell, in der zweiten Phase der Studie, sind die Teilnehmer nun zwischen 45 und 84 Jahren alt. Doch die Zielgruppe soll auch auf jüngere Menschen zwischen 25 und 44 Jahren erweitert werden, damit erste symptomlose Veränderungen in der Gesundheit möglichst frühzeitig erkannt werden können. Auch werden noch gezielt Menschen im Alter von 75-84 Jahren in die Studie aufgenommen, um bessere Aussagen darüber machen zu können, was Menschen bis ins hohe Alter körperlich und geistig gesund hält.

Die Untersuchung findet im Abstand von fünf Jahren an nur einem Tag statt und dauert zwischen fünf und sechs Stunden. Sie wird von medizinischem Fachpersonal in den Räumlichkeiten der GHS durchgeführt. Die unmittelbar erhobenen und medizinisch relevanten Untersuchungsergebnisse werden den Teilnehmern dann in einem umfassenden Bericht zur Besprechung mit Haus- oder Fachärzten direkt am Ende des Untersuchungstags zur Verfügung gestellt.

Die Teilnehmer der Studie werden dabei durch eine Zufallsstichprobe unter den in Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen gemeldeten Bürgern gezogen und persönlich angeschrieben. Aufgrund der Repräsentativität, also der Übertragbarkeit der Daten auf die Gesamtbevölkerung, ist eine Teilnahme von „freiwilligen“ Personen ohne Einladung leider nicht möglich. Die zweite Phase der Studie wird voraussichtlich bis Ende 2027 dauern.

(ts)

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