Diese Katastrophen erschütterten Mainz und Umgebung

Ob Pest, ein Zug-Zusammenstoß oder ein Schiffsunglück auf dem Rhein - Mainz und die Region erschütterten schon einige Katastrophen. Wir haben Beispiele gesammelt.

Diese Katastrophen erschütterten Mainz und Umgebung

Krankheit, Schiffs- oder Zugunglücke - in den vergangenen Jahrhunderten erschütterten einige Katastrophen Mainz und Umgebung. Wir stellen Euch drei vor.

Als der Schwarze Tod nach Mainz kam

Im Mittelalter suchte die Pest Deutschland heim. Auch Mainz blieb davon nicht verschont. Hohes Fieber, Beulen und schwarz-blutiger Auswurf: Das sind typische Anzeichen für den sogenannten Schwarzen Tod, der für Millionen Tote gesorgt hatte. Vor mehr als 350 Jahren brach die Seuche in der Stadt aus. Dabei kamen mehr als 2000 Menschen ums Leben und Mainz verlor rund ein Drittel seiner Einwohner.

Zugunglück im Bahnhof Rüsselsheim

17 Tote, 145 Verletzte, viele von ihnen schwer - das ist die Bilanz des Eisenbahnunfalls im Bahnhof Rüsselsheim. Am 2. Februar 1990 stießen zwei S-Bahnen frontal zusammen. Der Triebfahrzeugführer der S-Bahn in Richtung Frankfurt hatte ein Signal übersehen und war über eine Weiche auf das andere Gleis gerutscht. Dort fuhr gerade eine S-Bahn in Richtung Wiesbaden. Die Triebwagen verkeilten sich ineinander, ein weiterer Wagen stellte sich fast senkrecht auf. Er stürzte danach auf einen benachbarten Parkplatz.

800 Rettungskräfte aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet bargen die Toten, darunter auch der Fahrzeugführer der S-Bahn aus Frankfurt, und retteten die Verletzten. Der Sachschaden lag laut Bahn bei sechs Millionen D-Mark. Der Triebfahrzeugführer, der das Signal missachtet hatte, wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten sowie einer Geldstrafe von 2500 D-Mark verurteilt.

Schiffsunglück bei Rheindürkheim

Wer am 15. Juli 1964 am Rheinufer bei Mainz stand, dürfte sich gewundert haben. Denn an diesem Tag reihte sich hier Schiff an Schiff. Schuld an diesem Stau war ein schweres Unglück, das sich in der Nacht des 14. Julis 1964 bei Rheindürkheim (Landkreis Alzey-Worms) ereignet hatte. Das Tankmotorschiff „Eildienst 17“ und das Motorgüterschiff „Hedwig“ waren an Rheinkilometer 449 zusammengestoßen. Ersteres hatte Zyklo-Hexan geladen. Dieser Kohlenwasserstoff ist leicht entzündlich und hochexplosiv. Es kam zur Katastrophe. (pk)

Logo