„Ich liebe Sie“ – warum Uli Hoeneß Kultkicker Guido Schäfer anrief

Plötzlich ist Uli Hoeneß am Telefon: Ex-Kicker Guido Schäfer erwartete nach einer TV-Show einen „Einlauf“ des früheren Bayern-Präsidenten. Doch es kam anders.

„Ich liebe Sie“ – warum Uli Hoeneß Kultkicker Guido Schäfer anrief

Als der frühere Mainz-o5-Profi Guido Schäfer im September 2019 zum ersten Mal in der „Sport1“-Sendung „Doppelpass“ auftrat, lief Twitter heiß. Als Reporter der „Leipziger Volkszeitung“ und RB-Leipzig-Experte haute Schäfer einen Spruch nach dem anderen raus. Mit Blick auf die Meisterschaftschancen von RB sagte er beispielsweise: „Ja, theoretisch krieg ich auch die Miss Germany rum und gewinne sie für mich, wenn alle anderen nicht mitmachen. Es ist beides unmöglich. Wobei bei mir fehlt die Mentalität nicht – ich würde da ran gehen.“

Wie der Kultkicker jetzt im Podcast Fever Pit‘ch von Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk erzählte, erhielt er nicht nur im Netz Reaktionen, sondern auch aus einer ganz unerwarteten Richtung. „Im Dopa ging es damals um die Thematik, ob Timo Werner von RB Leipzig zum FC Bayern wechseln wird“, so Schäfer. „Ich habe da so mein Zeug erzählt.“ Dann sei es um das Gerücht gegangen, dass Timo Werner vielleicht von RB Leipzig zu Bayern München wechseln könnte. Schäfer sagte damals: „Wenn Timo so weiterspielt, dann kann er zu einem richtigen Verein wechseln. Und dann kann er auch zum FC Liverpool wechseln.“

„Jetzt bekomme ich von ihm einen Einlauf“

Einen Tag später habe der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß angerufen. „Mir sind in dem Moment alle meine Sünden eingefallen. Ich hatte einen 300er-Puls und dachte: Jetzt bekomme ich von ihm einen Einlauf“, so Schäfer im Podcast. „Denn wie wir alle wissen: Hoeneß ruft einen Reporter nur an, wenn der vorher irgendeinen Scheiß verzapft hat. Und ich nur so: ‚Herr Hoeneß, das mit Timo Werner habe ich gar nicht so gemeint.‘“

Doch Hoeneß’ Anruf hatte einen völlig anderen Grund. Er sagte: „Herr Schäfer, bleiben Sie mal ganz ruhig. Ich rufe aus einem anderen Grund an. Ich sag‘ Ihnen jetzt mal was. Ich stand gerade mit meinem Hund am Tegernsee und wollte gerade spazieren gehen, als ich plötzlich Sie sehe. Ich höre zwei Sätze und sage zu meinem Hund. ‚Wir bleiben jetzt hier, ich rauche eine Zigarre und schaue mir das an.‘“

Der Bayern-Boss habe ihm erzählt, dass er so zwei Stunden den Doppelpass verfolgt habe. Dann gab es ein ungewöhnliches Lob von Hoeneß. „Toll, Herr Schäfer! Toll, toll, toll! Ich liebe Sie.“

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