Umweltfreundlich Einkaufen: Wo gibt es Pfandbeutel in Mainz?

Wer seine Einkaufstasche zu Hause vergisst, greift in vielen Fällen immer noch zur Plastiktüte. Einige Geschäfte in Mainz versuchen aber, ihre Kunden zum Umdenken zu bewegen. Sie bieten Pfandbeutel an, die immer wieder benutzt werden können.

Umweltfreundlich Einkaufen: Wo gibt es Pfandbeutel in Mainz?

Mehrweg statt Einweg: In den meisten Supermärkten gibt es keine Plastiktragetaschen mehr. Ausnahmen bilden teilweise noch die Kunststofftüten in manchen Obst- und Gemüseabteilungen. Doch inzwischen setzen generell immer mehr Geschäfte auf wiederverwendbare Taschen und Beutel. Auch in Mainz gibt es vermehrt Läden, die Alternativen anbieten. Dazu gehört auch der Pfandbeutel.

Appel Happel

Der „Bauernladen“ von Appel Happel zwischen Lerchenberg und Marienborn bietet seit über zwei Jahrzehnten Äpfel an. Über die Jahre wurde das Sortiment erweitert, und mittlerweile gibt es eine Vielzahl an regionalen Naturprodukten. Für den Umweltschutz setzt sich der Familienbetrieb schon längere Zeit ein. Nun führte der Betrieb erstmals Pfandbeutel ein. Laut Geschäftsführerin Ilonka Happel gibt es bereits seit einiger Zeit eine Baumwolltasche zu kaufen. Doch einige Kunden hätten lieber weiterhin Plastiktüten genommen. Darauf angesprochen, hätten die Kunden dann häufig erklärt, dass sie schon genug solcher Beutel zu Hause hätten, so Happel.

Deshalb entschloss sich Appel Happel dazu, die Baumwolltaschen als Pfandbeutel anzubieten. Seit den Sommerferien gibt es diese Beutel gegen eine Pfandgebühr von zwei Euro im „Bauernladen“. „Insgesamt nehmen die Leute das Konzept sehr gut an“, sagt Ilonka Happel. Das Waschen der Beutel übernimmt Appel Happel selbst. Dennoch können die Kunden weiterhin Plastik- und Papiertüten kaufen oder aber eigene Taschen mitbringen.

dm

Ähnlich wie bei Appel Happel gibt es auch in den Märkten der Drogeriemarkt-Kette „dm“ eine Pfandtasche. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Baumwolltasche, die man gegen eine Pfandgebühr von zwei Euro nutzen kann.

Unverpackt

Andere Läden, wie zum Beispiel „Unverpackt“, gehen aber noch einen Schritt weiter. So kann man in der Heidelbergerfaßgasse ganz ohne Verpackungsmüll einkaufen. Denn Kunden können sich die Lebensmittel hier in ihre selbstmitgebrachten Gefäße abfüllen. Um die Gefäße dann nach Hause zu tragen, nähmen die Kunden dafür meist eigene Körbe oder Taschen mit, sagt eine Mitarbeiterin gegenüber Merkurist. Andernfalls gebe es gespendete Taschen und Beutel, die kostenlos zur Verfügung stehen. „Unverpackt“ bietet aber alternativ auch eigene Beutel zum Verkauf an. (mm)

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