Was hinter dem „Sauberkasten“ in der Neustadt steckt

Diese Wahl läuft auf jeden Fall sauber ab: Beim „Sauberkasten“ in der Neustadt können Raucher mit ihren Zigarettenstummeln eine wichtige Frage entscheiden und gleichzeitig die Umwelt sauber halten. Das ist die Idee dahinter.

Was hinter dem „Sauberkasten“ in der Neustadt steckt

Seit ungefähr einer Woche hängt er an der Hauswand vor der „Pinken Distel“: Der „Sauberkasten“ in der Frauenlobstraße 70 ist der erste seiner Art in Mainz und soll eine bestimmte Funktion erfüllen. Raucher können hier ihre Zigarettenstummel einwerfen, dadurch die Umwelt sauber halten und dabei noch an einer Abstimmung teilnehmen. Denn in diesem Fall können Raucher mit dem Einwurf ihrer Kippenreste darüber abstimmen, „welche Stadt schöner ist“ - entweder Loch eins für „Mainz“ oder Loch zwei für „Wiesbaden“.

Bald weitere „Sauberkästen“ in Mainz

Doch woher kommt eigentlich die Idee für die „Sauberkästen“? „Die Idee kommt nicht direkt von uns, wir haben sie im Netz entdeckt“, sagt der „Pinke Distel“-Inhaber, Marc Distel. „Ein Laden in Hamburg hatte die Idee und funktionierte so einen Kaugummi-Automaten um.“ Da er sich das Thema Nachhaltigkeit auf seine Fahnen geschrieben habe, sei es naheliegend, dass der „Sauberkasten“ auch zu seinem Laden passe, so Distel. „Unser Auftrag ist es, den Leuten weniger mit Verboten und erhobenem Zeigefinger zu begegnen. Stattdessen wollen wir auf eine nette Art und Weise zeigen, was man ändern kann“, so Distel.

Und der „Sauberkasten“ scheint in Mainz bereits gut anzukommen. So seien etwa zwei bis drei Geschäfte interessiert, auch einen aufzuhängen, sagt Distel. Darunter sei auch die Apotheke an der Boppstraße. „Wir geben daher die Anleitungen und Tipps, wie man solche Kästen gestaltet, gerne an andere Läden weiter.“ Er wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder seinen Abfall anständig entsorgt, so Distel. Zukünftig sei es also möglich, dass die „Sauberkästen“ häufiger in der Stadt auftauchen. „Es trägt ja auch zu einem angenehmeren Stadtbild bei“, sagt Distel.

Der „Sauberkasten“ in der Frauenlobstraße hängt an Geschäftstagen von 9:30 Uhr bis etwa 19 Uhr aus. Aus Angst, dass der Kasten zerstört werden könnte, will ihn Geschäftsinhaber Marc Distel nicht die Nacht über hängen lassen. (mm)

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