Neue Bänke in der Boppstraße sorgen für Verwunderung

Für neue Sitzbänke in der Mainzer Boppstraße gilt: Blickrichtung Hauswand. Warum dieser Punkt bei der Umgestaltung der Straße wichtig war, erklärt die Stadtverwaltung.

Neue Bänke in der Boppstraße sorgen für Verwunderung

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit in unterschiedlichen Bauphasen wurde in der vergangenen Woche die neugestaltete Boppstraße eingeweiht (wir berichteten). „Die Aufwertung war uns sehr wichtig, denn die Boppstraße ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Neustadt“, hatte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) erklärt. Doch ein Punkt der Neugestaltung sorgt bei einigen Mainzern für Verwirrung: neue Bänke.

So stehen einige der Bänke nicht zur Straße gerichtet, sondern in Richtung der Häuser in der Boppstraße, wie auch ein Merkurist-Leser in seinem Snip feststellt. Er fragt: „Die Boppstasse ist ja schön geworden. Aber warum richten sich die Ruhebänke alle auf die Hauswände anstatt zur Straße?“

Stadt erklärt Idee hinter umgedrehten Bänken

Eine Stadtsprecherin erklärt nun gegenüber Merkurist, was die Idee hinter der Neuasurichtung der Bänke ist: Der zentrale Punkt sei, dass die Bänke so besser von Fußgängern und Passanten genutzt werden könnten. „Denn parkende Autos, die sehr dicht an den Bänken halten, und Baumscheiben würden den unmittelbaren Zugang zu den Bänken erschweren, wären diese auf die Straße hin ausgerichtet“, so die Sprecherin. Wären die Bänke zur Straße und zu parkenden Autos hin gerichtet, würden sie ein „Sicherherheitsrisiko“ darstellen. Gemeinsam hätten das Stadtplanungsamt, die ausführende Baufirma und das Quartiersmanagement daher entschieden, die Bänke umzudrehen. Ein positiver Nebeneffekt sei zudem, dass von den Bänken somit ein „kommunikativer Charakter“ ausgehen würde.

Auch bei den Umbauarbeiten in der Großen Langgasse in den vergangenen Jahren wurden die Bänke schon weg von der Straße gedreht. Wie die Stadtsprecherin weiter erklärt, geschah das aus den selben Gründen wie in der Boppstraße. „Auch hier gibt es nicht sehr viele Alternativen, da eine Ausrichtung zu Straße und parkenden Autos hin ein Sicherheitsrisiko darstellen und die Erreichbarkeit erschweren würde.“ Übrigens: Nicht nur die Merkurist-Leser rätseln über die Neuausrichtung der Bänke. Wie die Sprecherin erklärt, hätten einige Bürger sich auch schon bei der Stadt dazu erkundigt. Anfragen dazu haben man bereits beantworten können.

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