Bevorstehende „Karstadt“-Schließung: Wie geht es mit der „Lu“ weiter?

Die „Karstadt“-Filiale in der Ludwigsstraße wird geschlossen. Doch was bedeutet das für die Umgestaltung der Einkaufsstraße?

Bevorstehende „Karstadt“-Schließung: Wie geht es mit der „Lu“ weiter?

Vor rund zwei Wochen war es traurige Gewissheit: Die „Karstadt“-Filiale in der Mainzer Ludwigsstraße wird geschlossen (wir berichteten). Dazu entschloss sich der Warenhauskonzern „Galeria Karstadt Kaufhof“. Wann genau die Filiale geschlossen wird, ist noch immer unklar.

Doch wie geht es nun mit der Umgestaltung der Ludwigsstraße an dieser Stelle weiter? Schließlich war „Karstadt“ hier als „Anker-Mieter“ gesetzt, wie die Pressestelle der J. Molitor Immobilien GmbH im März gegenüber Merkurist sagte (wir berichteten). „Karstadt will mit einem neuen Auftritt auf mehr als 6400 Quadratmetern als Anker-Mieter am Standort bleiben.“

Verschiedene Teile des Gebäudes sollen abgerissen und neugebaut werden. Davon seien das aktuelle Kaufhaus-Gebäude mit den vorgelagerten Pavillons sowie der frühere Karstadt-Sport betroffen. Das alte Gebäude passe nicht zum modernen Konzept, sagte Tim Gemünden, Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien GmbH, im vergangenen März gegenüber Merkurist. Der fertige Karstadt im neuen Gebäude in der Ludwigsstraße sollte dann für die Kunden von unterschiedlichen Eingängen zugänglich sein. „Die Haupteingänge der Einzelhandelsflächen werden an den Außenfassaden angeordnet. Zudem sind Nebeneingänge geplant, die von der Pop-up-Halle aus zugänglich sind.“

Das sagt Gemünden / Molitor

Da die „Karstadt“-Filiale nun aber geschlossen wird, drängt sich die Frage auf, was mit dem Gebäude passiert. Auf Merkurist-Anfrage schreibt die Pressestelle der Unternehmensgruppe Gemünden / Molitor: „Nicht nur an der Lu, sondern grundsätzlich müssen wir als Investor immer flexibel planen und auf mögliche Nutzerwechsel eingestellt sein. Darum ist eine solche Projektentwicklung niemals nur von einem einzelnen Mieter abhängig.“

Man sei überzeugt, dass der Standort Ludwigsstraße großes Potenzial habe, „wieder ein stark frequentierter Anziehungspunkt in der Mainzer Innenstadt zu werden“. Dies gelte auch unter den neuen Vorzeichen ohne „Karstadt“-Warenhaus. Gleichwohl bleibe man mit „Galeria Karstadt Kaufhof“ weiter im Austausch, was alternative Konzepte zum klassischen Warenhaus angeht. „Auch unter den neuen Vorzeichen wollen wir die Neugestaltung an der Ludwigsstraße zeitnah voranbringen.“

Wie das neue Quartier rund um die „Lu“ aussehen wird, das steht bereits fest. Die Sieger des Architekten-Wettbewerbs wurden Mitte Mai gekürt (wir berichteten). Und dann? „Nach Abschluss des Architekten-Wettbewerbs steht im nächsten Schritt die Baurechtschaffung an“, so die Pressestelle der Unternehmensgruppe Gemünden / Molitor abschließend. (pk)

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