Wen die Merkurist-Leser in einer Stichwahl wählen würden

Wenn nach der OB-Wahl am 27. Oktober das Ergebnis feststeht, könnte es zu einer weiteren Wahl kommen: zur Stichwahl. Wen die Merkurist-Leser in diesem Fall vorne sehen, erfahrt Ihr hier.

Wen die Merkurist-Leser in einer Stichwahl wählen würden

Michael Ebling und Nino Haase scheinen die aussichtsreichsten Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister am Sonntag (27. Oktober) zu sein - das zumindest geht aus einer nicht-repräsentativen Merkurist-Umfrage von Mitte Oktober hervor (wir berichteten). Demnach kommt der amtierende Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) auf 41 Prozent, Nino Haase (parteilos) auf 35 Prozent. Mit diesem Ergebnis würden es beide in die Stichwahl schaffen, die zwei Wochen später stattfinden würde. Tabea Rößner (Grüne) käme nach der Umfrage auf 14 Prozent, Martin Ehrhardt (Die Partei) auf 6 Prozent und Martin Malcherek (Linke) auf 4 Prozent.

In einem zweiten Schritt wollten wir von unseren Lesern wissen: Für wen würdet Ihr Euch in einer Stichwahl entscheiden, wenn Euer Favorit schon nach der ersten Wahl aus dem Rennen wäre? Denn wenn keiner der Kandidaten 50 Prozent der gültigen Stimmen erhält, wird zwei Wochen später erneut gewählt - dann stehen aber nur noch zwei Kandidaten zur Auswahl. Bei unserer Umfrage haben wir uns auf die aussichtsreichsten Kandidaten Ebling, Haase und Rößner konzentriert.

Ebling im Vorteil

Sollten es Michael Ebling und Nino Haase in eine Stichwahl schaffen, wäre der amtierende OB Ebling nach unserer Umfrage klar im Vorteil. 50 Prozent der Teilnehmer, die sich in der ersten Frage für Tabea Rößner entschieden, würden in einer Stichwahl für Ebling stimmen. 20 Prozent der Rößner-Wähler würden sich für Haase entscheiden, 30 Prozent für keinen der beiden.

Knapp vorne liegt Ebling auch bei den Anhängern von Martin Ehrhardt und Martin Malcherek. Zusammengefasst würden 30 Prozent von ihnen in einer Stichwahl für Ebling stimmen, 26 Prozent für Haase und 44 Prozent für keinen der beiden.

Ebling auch vor Rößner

Wenn es Michael Ebling und Tabea Rößner in die Stichwahl schaffen sollten, wäre der amtierende OB nach unserer Umfrage ebenfalls im Vorteil. 30 Prozent der Haase-Anhänger würden für Ebling stimmen, 15 Prozent für Rößner und 55 Prozent für keinen der beiden Kandidaten. Bei den Wählern von Ehrhardt und Malcherek ist das Ergebnis der Stichwahl denkbar knapp: 30 Prozent für Ebling, 29 Prozent für Rößner; 41 Prozent haben keinen Favoriten.

Eng würde laut Umfrage auch eine Stichwahl zwischen Tabea Rößner und Nino Haase ausgehen. 26 Prozent der Ebling-Anhänger würden sich für Tabea Rößner entscheiden, 25 Prozent für Nino Haase. 49 Prozent haben keinen Favoriten. Bei den Anhängern von Malcherek und Ehrhardt liegt Tabea Rößner mit 33 Prozent vor Haase mit 30 Prozent (37 Prozent haben keinen Favoriten).

Fazit: Sollte es zu einer Stichwahl kommen, wäre Amtsinhaber Michael Ebling nach unserer Umfrage deutlich im Vorteil – falls er die Stichwahl erreicht. Enger wäre das Rennen, wenn Nino Haase und Tabea Rößner in einer Stichwahl gegeneinander antreten würden. In allen Fällen ist der Anteil derer hoch, die sich nicht zwischen einem der Stichwahl-Kandidaten entscheiden wollten.

Anmerkung zur Umfrage

An der Umfrage haben sich mehr als 2000 User beteiligt. Nach wissenschaftlichen Maßstäben ist die Umfrage nicht repräsentativ, kann aber durchaus ein Stimmungsbild wiedergeben. So sprachen sich in einer Merkurist-Umfrage im März des vergangenen Jahres 75,4 Prozent der Befragten (ohne Unentschlossene) gegen den Bibelturm aus (wir berichteten). Das Ergebnis des Bürgerentscheids im April sah sehr ähnlich aus: 77,3 votierten gegen den Bau des Bibelturms. (mm)

Logo