Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf?

Neun Gymnasien gibt es in Mainz, dazu zwei Wirtschaftsgymnasien. Doch welche der Schulen hat in Mainz den besten Ruf? Das wollten wir von unseren Lesern wissen – und hier ist das Ergebnis.

Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf?

Für Schüler und Lehrer waren die vergangenen beiden Jahre eine schwierige Zeit: Zwischen Homeschooling, Ansteckungsangst und Maskenpflicht blieb der Unterricht manches Mal auf der Strecke. Doch seit Anfang April gibt es in den Klassenräumen keine verpflichtenden Corona-Regeln mehr, nach den Osterferien (bis 22. April) läuft der Schulalltag fast wieder wie vor der Corona-Pandemie. Doch bevor die Schüler wieder bewertet werden, bewerten die Merkurist-Leser die Mainzer Schulen, oder genauer: die Gymnasien.

„Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf“, wollten wir in einer Umfrage wissen. Zur Auswahl standen neun Mainzer Gymnasien und zwei Wirtschaftsgymnasien (Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule und Steinhöfelschule). Etwa 1500 User haben ihre Stimme abgegeben, hier ist das Ergebnis in umgekehrter Reihenfolge:

Platz 11 und 10

Die beiden Wirtschaftsgymnasien sind es schließlich, die in unserer Umfrage hinten landen. Vermutlich liegt es daran, dass sie einen Sonderfall darstellen. Jeweils 4 Prozent unserer Leser entschieden sich für die Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule in der Hechtsheimer Straße und die Steinhöfelschule in der Rheinallee.

Platz 9 und 8

Ebenfalls weiter hinten im Ranking landen das Gymnasium Mainz-Oberstadt mit 6 Prozent und das Gutenberg-Gymnasium mit 7 Prozent. Das Gymnasium in der Oberstadt war bei der Umfrage etwas im Nachteil, da es noch verhältnismäßig wenige ehemalige Schüler hat. Erst im Jahr 2009 wurde die Schule in der Hechtsheimer Straße gegründet, 2018 legten die ersten Schüler ihr Abitur ab. Eine deutlich längere Geschichte hat das Gutenberg-Gymnasium, das sich ebenfalls in der Oberstadt (An der Philippsschanze) befindet. Die Schule wurde 1956 gegründet, vier Jahre später zog sie von der Neustadt in das neu errichtete Gebäude in der Oberstadt.

Platz 7 und 6

Eine noch längere Geschichte hat das Frauenlob-Gymnasium in der Mainzer Neustadt. Die Schule wurde im Jahr 1889 als Mädchenschule gegründet und ab 1978 auch für Jungen geöffnet. Laut Webseite der Schule besuchen aktuell etwa 1000 Schüler das Gymnasium und werden von 100 Lehrern unterrichtet. Die berühmteste Schülerin war die Schriftstellerin Anna Seghers. Auch Spice Girl Geri Halliwell (heute: Horner) war vermutlich Mitte der 80er-Jahre als Austauschschülerin an der Schule. In unserer Umfrage sprechen sich 8 Prozent für die Schule aus – Platz 7.

Zwei Prozentpunkte mehr erhält in unserer Umfrage das Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss, das sich ganz in der Nähe des Frauenlob-Gymnasiums befindet. Das Gymnasium ist vor allem für die Naturwissenschaften bekannt und sieht sich in der „Tradition eines bürgerlichen Bildungsverständnisses“. Es wurde 1831 als städtische Realschule gegründet und später zum staatlichen Realgymnasium ausgebaut. In unserem Ranking belegt es den sechsten Platz.

Platz 5 und 4

Die Abstände in unserem Ranking bleiben minimal. 11 Prozent erreicht das Otto-Schott-Gymnasium, das früher auch als Gymnasium Gonsenheim (GyGo) beziehungsweise Gonsbach-Gymnasium bekannt war. Die Schule wurde 1972 gegründet. Schwerpunkte sind die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), die Hochbegabtenförderung und der Sport. Unter anderem ZDF-Moderatorin Gundula Gause legte hier ihr Abitur ab. In unserem Ranking belegt das Gymnasium den fünften Platz.

Einen Prozentpunkt mehr erhält das Bischöfliche Willigis-Gymnasium und verpasst damit nur hauchdünn das Treppchen. Das Gymnasium wurde 1852 vom früheren Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler unter dem Namen St. Marienschule gegründet und befindet sich am Willigisplatz in der Mainzer Altstadt. 1964 wurde die Jungenschule nach dem früheren Bischof Willigis benannt. Bekannte ehemalige Schüler sind ZDF-Intendant Norbert Himmler, Schauspieler Heinz Schenk und Kabarettist Tobias Mann.

Platz 3

Ebenfalls 12 Prozent, aber wenige Stimmen mehr erhält das Rabanus-Maurus-Gymnasium in der Mainzer Neustadt. Das Gymnasium hat eine sehr lange Geschichte und wurde am 9. Dezember 1561 unter dem Namen Kurfürstliches Kolleg der Gesellschaft Jesu in Mainz gegründet. Das „RaMa“ ist eine altsprachliche Bildungseinrichtung, in der Latein als erste Fremdsprache gleichzeitig mit Englisch als zweiter Fremdsprache unterrichtet wird. Die Schwerpunkte liegen im sprachlichen, musikalischen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Bekannte ehemalige Schüler sind der Schriftsteller Carl Zuckmayer, der Politiker Johannes Gerster und der Journalist Harald Martenstein.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz liegt mit 13 Prozent ein reines Mädchengymnasium: die Maria-Ward-Schule am Ballplatz. Außerdem ist das Gymnasium eine staatlich anerkannte kirchliche Privatschule. „Unsere Grundlage ist das christliche Menschenbild“, heißt es auf der Homepage. Gegründet wurde die Schule (beziehungsweise deren Vorgängereinrichtung) vom Frauenorden der Englischen Fräulein im Jahr 1752. Bekannte ehemalige Schülerinnen sind die Politikerinnen Katrin Eder und Ursula Groden-Kranich.

Platz 1

Schon in zwei früheren Gymnasiums-Umfragen von Merkurist lag diese Mainzer Schule ganz vorne und erreicht auch jetzt mit 14 Prozent den ersten Rang: das Theresianum in der Mainzer Oberstadt. Das christliche Ganztagsgymnasium wurde 1927 gegründet. Es bietet den Schülern sowohl Englisch als auch Latein ab der 5. Klasse an und setzt Schwerpunkte in den Fächern Musik und Sport. Auch ein vorübergehender Umzug auf das ehemalige IBM-Gelände von 2017 bis 2019 hat der Beliebtheit der Schule offenbar nicht geschadet.

Was sagt ihr zu dem Ergebnis? Und welch Erfahrungen habt ihr selbst gemacht? Postet eure Kommentare unter den Artikel!

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