Das Mainzer Unwort des Jahres 2022 ist...

In Deutschland wird jedes Jahr das „Unwort des Jahres“ gewählt. Aber welches Wort können die Mainzer nicht mehr hören? Merkurist hat seine Leser nach dem Mainzer Unwort 2022 gefragt.

Das Mainzer Unwort des Jahres 2022 ist...

Welches Wort kann man als Mainzer einfach nicht mehr hören? Das haben wir die Merkurist-Leser in unserer Umfrage gefragt – gesucht war das Unwort des Jahres 2022. Zehn Begriffe haben wir zur Abstimmung gestellt, hier ist das Ergebnis:

Platz 5

Platz 5 des Nerv-Wortes des Jahres 2022 geht nach Meinung der Merkurist-Leser an den Begriff Maskenpflicht (9 Prozent). Zu Beginn des Jahres war die Pflicht im Leben vieler Menschen noch deutlich präsenter als inzwischen. Statt Maskenpflicht im Freien gibt es jetzt nur noch die Pflicht zum Tragen der Schutzmaske in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern oder im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Gut möglich, dass 2023 auch dort die Maskenpflicht fällt.

Platz 4

1o Prozent unserer Leser wählten den Begriff Winterhafen-Verbote bei unserer Umfrage. Die Verbote wurden im Frühjhar teilweise heftig diskutiert. Weil Müll und Ruhestörungen in den warmen Monaten im Winterhafen offenbar zu einem immer größeren Problem wurden, erarbeitete Ordnungsdezernentin Manuela Matz (CDU) eine Reihe von Verboten, die dort von März bis Oktober gelten sollten. Es folgten hitzige Debatten und Proteste von Jugendlichen – und die führten zumindest zum Teilerfolg. Zwar wurden Musikboxen und Lautsprecher im Winterhafen zwischen 22 und 6 Uhr verboten, ein geplantes Glasflaschenverbot wurde bisher jedoch nicht beschlossen.

Platz 3

Im Oktober sorgte der sogenannte Vertreibungszaun an der Empore der Anna-Seghers-Bücherei für Diskussionen. 12 Prozent der Merkurist-Leser wählten den Vertreibungszaun deshalb zum Unwort des Jahres. Denn praktisch über Nacht stand plötzlich ein 2,5 Meter hoher und etwa 150 Meter langer Zaun dort, wo zuvor Obdachlose Schutz gesucht hatten. Auch der bekannte Mainzer Obdachlosenarzt Prof. Dr. Gerhard Trabert schaltete sich in die Debatte ein und prägte schließlich den Begriff „Vertreibungszaun“. Ende 2022 steht der Zaun noch immer.

Platz 2

In deutschen Großstädten waren sie schon seit Monaten aktiv, in Mainz tauchten sie zum ersten und bisher einzigen Mal im Dezember auf: die Klimakleber der sogenannten Letzten Generation. 20 Prozent der Teilnehmer an unserer Umfrage wählten daher Klimakleber zu ihrem Unwort des Jahres. Für Tempolimits und bezahlbaren ÖPNV klebten sich die Umweltaktivisten im Berufsverkehr auf der Alicenbrücke fest, die Polizei entfernte sie schließlich von der Straße. Obwohl umliegende Bereiche schon frühzeitig von der Polizei gesperrt worden waren, kam es zu langen Staus in Mainz.

Platz 1

Das Unwort des Jahres 2021 konnte seinen Titel verteidigen: „Tempo 30“ (21 Prozent). Denn wie schon im Vorjahr zeigen sich viele Merkurist-Leser besonders genervt von der Debatte um Geschwindigkeitsbegrenzung in nahezu allen Teilen der Mainzer Innenstadt. Und auch wenn das Tempolimit bereits 2020 auf der Rheinachse beschlossen und umgesetzt wurde, ist es immer noch Thema im aktuellen OB-Wahlkampf.

Auf den weiteren Plätzen landeten die Vorschläge Blitzer (7 Prozent), Schottergärten (7 Prozent), Kinosterben (5 Prozent), OB-Wahl (5 Prozent) und Energiekrise (3 Prozent).

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