Das Mainzer Unwort des Jahres 2021 ist...

Jedes Jahr wird in Deutschland das „Unwort des Jahres“ gewählt. Aber welches Wort können die Mainzer nicht mehr hören? Merkurist hat seine Leser nach dem Mainzer Unwort 2021 gefragt.

Das Mainzer Unwort des Jahres 2021 ist...

Mainzelbahn, Schienenersatzverkehr, Bibelturm, E-Scooter: So hießen die Mainzer Unwörter der Jahre 2016 bis 2019. Angelehnt an die bundesweite Wahl zum „Unwort des Jahres“ hatte Merkurist seine Leser nach den lokalen Nerv-Wörtern gefragt. Auch dieses Jahr wollten wir von Euch in unserer Umfrage wissen: Welches Wort könnt Ihr einfach nicht mehr hören? Hier sind die Top 5 der Mainzer Unwörter des Jahres 2021:

Platz 5

Es ist eine anscheinend niemals endende Geschichte: Wer wird Real-Nachfolger in Bretzenheim? Alles deutet eigentlich auf Kaufland hin, so auch ein kürzlich veröffentlichter Werbesport, in dem das Unternehmen bereits als Real-Nachfolger genannt wurde (wir berichteten). Noch wurde allerdings nichts offiziell vermeldet. Viele Mainzer hoffen deshalb noch auf Globus als Nachfolger. Ob wir es nächstes Jahr erfahren werden? Zumindest dürfte dann der Begriff „Real-Nachfolger“ nicht mehr in der Unwort-Liste auftauchen. 11 Prozent unserer Leser entschieden sich diesmal für den Begriff.

Platz 4

Ebenfalls 11 Prozent entschieden sich für den Begriff „Lockdown“. Dass es nicht noch mehr geworden sind, liegt wohl daran, dass man sich mittlerweile fast daran gewöhnt hat. Nur die Namen ändern sich immer wieder: Wellenbrecher, Shutdown, Lockdown Light…

Platz 3

Eine neuere Entwicklung ist dagegen „2Gplus“, das für 14 Prozent unserer Leser das Unwort des Jahres ist. In Rheinland-Pfalz bedeutete 2Gplus zunächst, dass Geimpfte und Genesene sowie ein gewisses Kontingent an Ungeimpften in Gastronomie und Co. gehen durften. Mittlerweile steht 2Gplus dafür, dass sich selbst Geimpfte und Genesene noch testen müssen, Ungeimpfte dürfen gar nicht mehr in Lokale, Kinos oder Fitnessstudios.

Platz 2

Doch nicht nur manche Corona-Maßnahmen nerven unsere Leser, sondern auch diejenigen, die sich nicht an die Maßnahmen halten. Für 20 Prozent der Merkurist-Leser ist „Querdenker“ das Unwort de Jahres. Auch in Mainz kam es immer wieder zu kleineren Demonstrationen gegen die Corona-Regeln oder die Impfung.

Platz 1

Überraschenderweise hat unser erster Platz nichts mit Corona zu tun. Für 25 Prozent ist „Tempo 30“ das Unwort des Jahres. Und das, obwohl das Tempolimit auf der Rheinachse bereits im vergangenen Jahr eingeführt wurde. In diesem Jahr wurde Tempo 30 aber auf weitere Straßen ausgeweitet, etwa auf den Kaiser-Wilhelm-Ring. Zudem wird das neue Tempolimit stärker mit Blitzern überwacht. Viele Mainzer scheinen sich noch nicht ganz daran gewöhnt zu haben, wie unsere Umfrage zeigt.

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