Das Mainzer Unwort des Jahres 2019 ist...

Jedes Jahr wird in Deutschland das „Unwort des Jahres“ gewählt. Aber welches Wort können die Mainzer nicht mehr hören? Merkurist hat seine Leser nach dem Mainzer Unwort 2019 gefragt.

Das Mainzer Unwort des Jahres 2019 ist...

Mainzelbahn, Schienenersatzverkehr, Bibelturm: So hießen die Mainzer Unwörter der Jahre 2016 bis 2018. Angelehnt an die bundesweite Wahl zum „Unwort des Jahres“ hatte Merkurist seine Leser nach den lokalen Nerv-Wörtern gefragt. Auch dieses Jahr wollten wir von Euch in unserer Umfrage wissen: Welches Wort könnt Ihr einfach nicht mehr hören? Hier sind die Top 5 der Mainzer Unwörter des Jahres 2019:

Platz 5

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn die Leute ihr Auto stehenlassen und auf den ÖPN wechseln sollen, muss man den ÖPNV besser machen. Dass der Fahrplan 2020 dieses Ziel erreicht, bezweifeln allerdings viele Fahrgäste - und mindestens 11 Prozent der Merkurist-Leser. In einem Snip machen die sie ihrem Ärger Luft. „Dieser Fahrplan ist der schlechteste und rückschrittlichste, der seit der Linienreform im Jahr 2000 jemals erstellt wurde“, findet Leser Erik, „Das ist der größte Mist überhaupt“, schreibt Jonny. Aber: Der neue Fahrplan ist erst wenige Wochen alt. Vielleicht muss sich ja manches noch einspielen…

Platz 4

Dieses Wort kann es eigentlich nur in Mainz geben: Helau-Spur. Für 12 Prozent der User ist es auch gleich das Unwort des Jahres. Weil die Theodor-Heuss-Brücke im Januar für vier Wochen gesperrt wird, kriegen nicht nur Pendler Probleme, sondern auch Fastnachter. Die müssen nämlich zwischen ihren Auftritten in Mainz und AKK hin- und herpendeln. Der Umweg über Schiersteiner oder Weisenauer Brücke würde einen erheblichen Umweg und Zeitverlust bedeuten. Deshalb brachte Oberbürgermeister Michael Ebling die „Helau-Spur“ für die Fastnachtsvereine ins Gespräch, also eine Sondergenehmigung, mit denen die Fastnachter über die Brücke fahren dürften.

Platz 3

Und sie ist der Grund für die „Helau-Spur“: die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke. Zwar passiert das erst Anfang 2020, doch schon in diesem Jahr ist es einer der großen Aufreger. Ab dem 12. Januar dürfen Autos rund vier Wochen lang nicht über die Brücke fahren. Grund für die Sperrung sind erforderliche Baumaßnahmen an den sogenannten Traversenlagern der Brücke. Dennoch: Für 16 Prozent der User ist Brückensperrung das Unwort des Jahres.

Platz 2

Bei der OB-Wahl musste sich der parteilose Nino Haase Amtsinhaber Michael Ebling geschlagen geben – diesmal dürfte er über den zweiten Platz aber froh sein. Der Spruch auf seinem Veranstaltungsplakat Frauen.Grillen.Haase. hätte unsere Umfrage beinahe gewonnen. Mit 21 Prozent landet das Wort, das eigentlich aus drei Wörtern besteht, auf Platz 2. Immerhin: Das Plakat sorgte für Aufmerksamkeit, genauso wie Haases gesamter Wahlkampf. Ob er weiter aktiv in der Politik bleibt, ist noch unklar.

Platz 1

Eigentlich sind sie doch ganz harmlos. Man loggt sich ein, stellt sich auf sie und fährt mit ihnen durch die Gegend: die E-Scooter. Dennoch sind sie für 23 Prozent der Merkurist-Leser das Mainzer „Unwort des Jahres“. Die Vorwürfe: E-Scooter werden achtlos abgestellt, blockieren Einfahrten und mancher Fahrer ist sogar betrunken. Das soll es bei Autofahrern zwar auch geben, aber da hat man sich anscheinend dran gewöhnt. Im Winter dürfte man die E-Scooter sowieso seltener sehen, aber klar ist auch: Im Frühjahr sind sie wieder da. (pk)

Logo