Neues Gehege im Wildpark Gonsenheim: Steinmarder sollen Besucher anlocken

Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, nun wurde das neue Kleintiergehege im Wildpark Gonsenheim endlich eingeweiht. Ganz zur Freude zweier junger Steinmarder, die hier ihr neues Zuhause finden.

Neues Gehege im Wildpark Gonsenheim: Steinmarder sollen Besucher anlocken

Neues Zuhause für zwei Steinmarder: Im Wildpark Gonsenheim haben Grün- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) und die Vorsitzende des Fördervereins Wildpark Mainz-Gonsenheim e.V., Manuela Müller-Horn, den Mardernachwuchs vorgestellt.

Der Umbau des Geheges wurde durch den Förderverein finanziell in Höhe von fast 10.000 Euro unterstützt. Trotz des verspäteten Bauabschlusses sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. „Ein Gehege, wie wir uns es vorstellen“, erklärt Tierpflegerin Jaimie Lau. Das große Gehege, das vom Team des Wildparks größtenteils selbst gebaut wurde, bietet seinen Bewohnern ausreichend Versteck- und Schlafplätze sowie viele Klettermöglichkeiten. Doch auch für die Besucher hat es was zu bieten: Durch die Öffnung der Zaunanlage und die angebrachten Glasscheiben können die Tiere aus nächster Nähe beobachtet werden.

„Marder den Menschen näher bringen“

Steinmarder sind die am häufigsten auftretende Marderart in Europa und halten sich in der Nähe von Menschen auf, da sie hier günstige Lebensbedingungen auffinden. Sie leben auf Dachböden, in Scheunen oder Ställen - und gehen mitunter in Hühnerställen und Vogelvolieren auf die Jagd.

Tierpflegerin Lau hofft, durch das neue Gehege Aufklärungsarbeit leisten zu können und die Besucher des Wildparks hinsichtlich der Tiere zu sensibilisieren. Marder seien nämlich gar nicht so böse, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir Menschen seien daran Schuld, dass ihr eigentlicher Lebensraum nicht mehr existiert. „Deshalb teilen sich die Marder einen mit uns und sind so im Alltag anzutreffen“, sagt die Tierpflegerin.

Die beiden jungen Steinmarder sind Brüder und schätzungsweise drei Monate alt. Ganz genau kann ihr Alter allerdings nicht festgestellt werden, da sie als Findeltiere in einer Auffangstation abgegeben wurden. Von Menschen mit der Flasche aufgezogen, sind sie recht zutraulich. So hat es nicht lange gedauert, bis sie Seite an Seite ihr neues Zuhause erkundeten.

Aufgrund der schweren Aufzucht werden Marder nur noch äußerst selten gehalten. Umso glücklicher ist der Wildpark Gonsenheim, seine neuen Bewohner zu haben. Mit einer Lebenserwartung von bis zu 18 Jahren werden sie diesem auch lange erhalten bleiben.

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